Brigitte und Peter Pohle laden ab sofort samstags zur Atelier-Schau ein / 500 Werke bewundern
Dabei leben beide in ihrem Haus umgeben von mehr als 500 Bildern. Diese zeigten sie Besuchern am Pfingstsonntag in einer Atelierausstellung. Schon im hellen Eingangsbereich des Hauses an der Burgstraße 26 empfangen die Besucher zahlreiche Bilder. An den Wänden und auf der Fensterbank sowie in Halterungen zum Umblättern hängen, stehen und liegen die Werke der beiden Künstler.
Mit einer regelmäßigen Atelierausstellung, die jeden Samstag zwischen 11 und 13 Uhr von Interessierten besucht werden kann, wollen Brigitte und Peter Pohle den Vlothoern und anderen Gästen ihr Künstler-Dasein ins Gedächtnis rufen. Eine Schwelle solle abgebaut werden, meinte Peter Pohle. Dafür wurde zum Beispiel das Entrée umgestellt. Wo einst die Reiterstiefel der Kinder standen, wird nun ein erster Eindruck der künstlerischen Bandbreite geboten.
Auch im weiteren Eingangsbereich der unteren Etage hängen Bilder. Dafür haben sich die Reihen in den angrenzenden Ateliers gelichtet, alles wirkt nun überschaubarer. Geschätzte 500 Kunstwerke werden gezeigt. Besucher wie Bärbel Wehrmann und ihre Tochter Lisa waren begeistert von der Vielfalt. Beide besuchen auch Malkurse des Ehepaares. "Ich male an einem Bild ein halbes bis zu einem Jahr", staunte Bärbel Wehrmann angesichts der Menge der Pohleschen Werke. Etwa zehn Jahre brauchte das Ehepaar für die 500 Werke. Auch von der zur Schau gestellten Stil-Vielfalt war Wehrmann begeistert.
Acryl auf Papier oder Leinwand, Ölbilder, Pastellzeichnungen, mit Strukturpaste - die Palette der verwendeten Materialien ist lang. Auch auf einen Stil beschränken Peter und Brigitte Pohle sich nicht. "Ich male mehr plakativ, klarer", erklärte Brigitte Pohle. Auch sei sie mehr für dekorative Sachen. Das zeigen auch ihre Bücher, in denen sie anderen das Malen Schritt für Schritt erklärt.
Ihr Mann beschäftige sich hingegen mehr mit Sachen, die die Menschen umgeben. Seine Bilder regten zum Nachdenken an. "Aber er malt nicht seinen eigenen Seelenknautsch." Denn davon halten die Pohles nicht viel. Der eigene Seelenbalast muss nicht in fremden Wohnzimmern hängen.
Was viele nicht wissen: Die Maler und Grafiker verkaufen nicht nur ihre Bilder, sondern malen auch im Auftrag. Anfragen hatten sie schon aus den USA, der Schweiz oder Österreich. Aber auch aus Vlotho dürfen gerne Aufträge kommen. Interessierten werden so lange Vorschläge als kleine Bilder gemalt, bis deren Vorstellung getroffen ist. Dann wird das Kleine ins Große übertragen. Werke der Pohles sind für drei bis 3000 Euro zu haben.