Sonnabend, 31.07.2010
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06.02.2010
Ruhe nur mit Brücken-Sperrung
Verkehrsuntersuchung für das westliche Kurgebiet vorgestellt
VON JÖRG STUKE

Bad Oeynhausen (va). Der Durchgangsverkehr ist das eigentliche Problem im westlichen Kurviertel. Was die Bad Oeynhausener ohnehin ahnten, hat nun ein Gutachten bestätigt, dass die Verkehrsflüsse im Bereich zwischen Schützenbrücke und Herforder Straße westlich des Kurparks untersucht hat. Dieser Durchgangsverkehr sei allerdings nur "mit harten Maßnahmen" aus dem Viertel zu verbannen, so die Gutachter.

70 Prozent Durchgangsverkehr: Knapp 6800 Autos rollen täglich über die Schützenbrücke. Und das, obwohl die Brücke über die Südbahn nachts bereits gesperrt ist. Foto: Jörg Stuke

Knapp 6800 Fahrzeuge rollen pro Tag über die Schützenbrücke, 4100 über die Wiesenstraße, 3900 über den Westkorso. Davon sind rund 70 Prozent Durchgangsverkehr, wie die Gutachter der Planersocietät Sudau und Partner im März 2009 bei ihrer Erhebung feststellten. Der Lastwagen-Anteil liegt in diesem Bereich zwischen ein und drei Prozent. "Und spielt damit eine untergeordnete Rolle", wie Jan Müller von der Stadtverwaltung feststellte, der am Donnerstag das Gutachten dem Ausschuss für Stadtentwicklung erläuterte.

Gleiches gilt nach Einschätzung der Gutachter auch für die Geschwindigkeit: Die in dem gesamten Bereich geltenden 30 Stundenkilometer wurden während der Erhebung von 85 Prozent der Autofahrer eingehalten. Die restlichen 15 Prozent waren mit 34 bis 41 Stundenkilometern unterwegs. Durch den Umbau der Johanniter-Ordenshäuser wird es nach Auffassung der Gutachter zu keiner wesentlichen Verlagerung des Verkehrs kommen. Sie prophezeiten durch das nun an der Johanniterstraße geplante Ärztehaus hier etwa 110 zusätzliche Pkw am Tag. Wenn ein Teil der Johanniterstraße eingezogen und damit für den Durchgangsverkehr gesperrt wäre, würde das in Weststraße und Hindenburgstraße 159 Fahrzeuge pro Tag mehr bringen. Von einer Sperrung der Luisenstraße raten die Gutachter ab. Der bauliche Aufwand sei hoch, die Akzeptanz vermutlich gering, so ihre Einschätzung.

Bleibt die Kernfrage: Was tun gegen den Durchgangsverkehr? Von "Abschottung" schreiben die Gutachter. Müller übersetzt das in: Sperrung der Schützenbrücke. Doch darüber wollte der Ausschuss am Donnerstag nicht ernsthaft diskutieren. "Wir müssen uns diesem Problem mit einem gesamtstädtischen Verkehrsplan widmen, der die veränderten Verkehrsverhältnisse nach dem Bau der Nordumgehung berücksichtigt", sagte Baubereichsleiter Peter Thielscher.

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Dokument erstellt am 05.02.2010 um 22:25:17 Uhr

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