Hannelore Wiedemann will Pflegeheim für Vierbeiner in Bad Oeynhausen gründen / Standort gesucht
Seit über 25 Jahren ist Hannelore Wiedemann aktive Tierschützerin. Sie ist unter anderem Mitglied in den Vereinen "Peta" und "Vier Pfoten".
"Was ich in dieser Zeit an Leid und Elend bei Tieren gesehen habe, ist eigentlich unbeschreiblich", sagt sie. Da fällt ihr der Fall des Hundes ein, der vor zwei Jahren so von seinem Besitzer getreten wurde, dass die Bauchdecke des Tieres aufgerissen war. Oder die Hündin, die an einer 50 Zentimeter langen Leine in einem Keller gehalten wurde - tagein, tagaus, ihr Leben lang. Oder eben Bini, die Hündin, die Hannelore Wiedemann am Sültebusch mit ihren sechs Welpen fand - alle mehr tot als lebendig. Die Tierschützerin versorgte nicht nur das Muttertier. Mit der Flasche päppelte sie auch die Welpen auf. "Und alle sechs haben überlebt", berichtet Wiedemann. Und zum ersten Mal huscht ein glückliches Lächeln über ihr Gesicht.
Solche Erlebnisse sind es, die die 63-Jährige auf die Idee gebracht haben, ein Pflegeheim für gequälte Tiere ins Leben zu rufen. "Ich möchte in solchen Notfällen gern sofort helfen können und nicht die überfüllten Tierheime in Anspruch nehmen", erklärt Hannelore Wiedemann. Sie ist sicher: "Der Bedarf ist riesig".
Die Tiere aufnehmen, sie pflegen - "und wenn die kleine Seele geheilt ist, sie in gute Hände vermitteln" - das ist Hannelore Wiedemann Plan. Was ihr zu dessen Verwirklichung noch fehlt, ist bislang noch ein geeigneter Standort für das Tier-Pflegeheim. "Ich würde gern ein älteres Haus mit möglichst viel Platz drum herum mieten", sagt Hannelore Wiedemann.
Um die Pflege der Vierbeiner will sich Hannelore Wiedemann selbst kümmern. "Für das Wohl und das Recht der Tiere zu kämpfen, begreife ich als meine Lebensaufgabe", sagt die ehemalige Wirtin und gelernte Altenpflegerin. "Als kleine Wiedergutmachung für das Leid, das Tieren durch Menschen zugefügt wird."
Und als hätte sie´s verstanden, spitzt Hündin Bini wieder die Ohren.
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