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10.03.2010
Neue Herzchirurgie auf Vormarsch
Prof. Dr. Jan Gummert ein Jahr im HDZ / Tagung für Kardiologen

Bad Oeynhausen (va). Vor einem Jahr hat Prof. Dr. Jan Gummert sein Amt als Direktor der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie am Herz- und Diabeteszentrum (HDZ) in Bad Oeynhausen angetreten. Seine Bilanz beginnt mit einem großen Kompliment an seine Mitarbeiter: "Angesichts der Größe und des Rufs dieser Klinik war ich darauf vorbereitet, auf gut ausgebildetes, erfahrenes Personal zu treffen. Meine Erwartungen wurden allerdings weit übertroffen."

Operieren mit kleinem Schnitt: Seit einem Jahr wendet Professor Jan Gummert minimalinvasive Operationstechniken an.

Die hohe Qualität der Patientenversorgung sei auf allen Ebenen spürbar. "Ich bin sehr stolz, mit einem solchen Team zusammenzuarbeiten."

Sein Dankeschön richte sich auch an die Verwaltung und den Aufsichtsrat des HDZ, die seinen Vorschlägen zu Veränderungen von Beginn an sehr aufgeschlossen gegenübergestanden haben. "Wir haben noch nicht alle wichtigen Projekte in dieser kurzen Zeit umsetzen können. Aber bei vielen Maßnahmen wurden die Weichen auf Innovation gestellt."

Das gilt vor allem für die Einführung weniger invasiver Operationsverfahren, die den Patienten einen schonenden Eingriff, teilweise ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine, versprechen. 1648 Eingriffe dieser Art von insgesamt 4.645 durchgeführten Operationen wurden 2009 im HDZ vorgenommen. Erstmals kamen dabei kathetergestützte Verfahren beim Ersatz defekter Aortenklappen zum Einsatz, die gemeinsam mit den Kardiologen des HDZ durchgeführt wurden. Auch die Gründung einer regionalen interdisziplinären Expertengruppe zur Behandlung von Lungenerkrankungen sowie eine regelmäßige Komplikationskonferenz mit Fachärzten des Mühlenkreises sind wichtige Kooperationsprojekte, die zukünftig noch weiter ausgebaut werden sollen. Die Expertise der Klinik ruht dabei nach wie vor auf der großen Erfahrung auf den Gebieten der Herztransplantation und Kunstherzsysteme. 74 Herztransplantationen wurde im vergangenen Jahr in Bad Oeynhausen durchgeführt, im Vorjahr waren es noch 62. Gleichzeitig wurden 119 Kunstherzoperationen durchgeführt, um die Wartezeit auf ein Spenderherz zu überbrücken. "Über 270 unserer Patienten warten derzeit auf ein Herz. Die Situation, nicht über eine ausreichende Zahl an Spenderorganen zu verfügen, ist nahezu unerträglich", so Gummert.

Ein besonderes Augenmerk richte er auf die Diagnostik und Therapie der koronaren Herzerkrankung (KHK). Herz-Kreislauferkrankungen, zu denen die KHK gehört, bilden die häufigste Todesursache in den Industrienationen.

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Dokument erstellt am 10.03.2010 um 01:15:11 Uhr

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