Zusammen mit dem damaligen Chefarzt der Klinik, Prof. Erasmus Zöckler, wurde Anfang August 1980 die Gruppe der "Evangelischen Krankenhaushilfe" in Bad Oeynhausen gegründet. Freiwillige Männer meldeten sich nicht. Im Volksmund waren die freundlichen, ehrenamtlich tätigen Frauen wegen ihrer grünen Kittel schnell als "Grüne Damen" bekannt. So ist es bis heute geblieben.
"Damals bekamen wir vom Pflegepersonal Namenslisten von Patienten, die wir besuchen sollten", erinnert sich Edith Beinke, eine der Frauen aus der Gründungszeit. Aber das habe sich bald geändert. Bis heute gehen die Grünen Damen auf jedes Patientenzimmer und bieten ein Gespräch an. "Wir haben keinen Zeitdruck", sagt Beinke. Sie weiß, dass dies etwas Besonderes ist im großen Betrieb eines Krankenhauses.
Die Frauen kommen zwar mit leeren Händen ans Krankenbett, haben aber etwas sehr Kostbares anzubieten: Sie haben Zeit, und die nehmen sie sich auch, wenn es von den Kranken gewünscht ist. "Ein bisschen Herzklopfen ist immer noch dabei", sagt Friederike Zöckler, ebenfalls seit 30 Jahren aktiv, "weil wir nie wissen, welche Schicksale uns hinter der Zimmertür erwarten." Kleine Besorgungen machen die freundlichen Helferinnen, zum Beispiel wenn jemand plötzlich ins Krankenhaus musste und etwas vergessen hat, weiß Hanna Ehlebracht, auch sie eine der Gründungsmütter der Krankenhaushilfe.
Mehr als 40 Frauen sind es, die sich den Dienst von Montag bis Freitag teilen. Mit den anderen Einrichtungen sind insgesamt 100 Grüne Damen aktiv: Im Herz- und Diabeteszentrum, in der Auguste-Viktoria-Klinik sowie in den Reha-Kliniken der Johanniter und der Klinik Porta Westfalica. Gefeiert wird der Geburtstag am 1. Advent, 28. November, um 10 Uhr, mit einem Festgottesdienst auf der Lohe.
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