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01.09.2010
Das Essen schmeckt, der Preis nicht
Schulessen kostet im neuen Schuljahr mehr / Zuschüsse für Bedürftige
VON JÖRG STUKE

Bad Oeynhausen (va). Es gibt Kartoffeln, Brokkoli und kleine Rouladen. Emily, Jakob und Kevin langen ordentlich zu. Keine Frage: Den Mädchen und Jungen der Grundschule Rehme-Oberbecksen schmeckt das Essen, das sie in ihrer Mittagspause serviert bekommen. Was den Eltern vermutlich weniger schmeckt, ist der Preis.

Den Kleinen von der Grundschule Rehme-Oberbecksen schmeckt es. Aber das Essen ist ab dem neuen Schuljahr teurer geworden. Foto: Nicole Sielermann

Denn seit Montag kostet das Schulessen wieder 2,50 Euro pro Portion. Der Zuschuss der Stadt, der anderthalb Jahre lang dafür gesorgt hatte, dass das Schulessen nur noch einen Euro kostet, fällt nun weg.

Mit zwei Briefen an die Eltern hatte die Stadtverwaltung unmittelbar vor den Ferien für Verwirrung gesorgt. In ihrer ersten Mitteilung hatte die Stadt informiert, dass ab dem neuen Schuljahr die Zuschüsse zum Essen und zu den Schulbüchern entfallen. Allerdings hatte der Rat dann am 7. Juli mehrheitlich beschlossen, die Zuschüsse weiter zu zahlen. Für Essen sollten dafür 36 000 Euro im Haushaltplan vorgesehen werden, für Schulbücher 110 000 Euro.

Daraufhin gab es einen zweiten Brief, der den Eltern in Aussicht stellte, dass es die Zuschüsse doch geben werde - wenn denn die Kommunalaufsicht beim Kreis zustimmen werde. "Die Verwirrung, die es vor den Ferien gab, ist geblieben", sagt Karl Schmedtlevin, Leiter der Altstadtgrundschule. Denn nachdem sich einige Eltern nach dem zweiten Brief von der Stadt Hoffnung gemacht hatten, dass es bei dem einen Euro pro Essen bleiben würde, erfuhren sie in den Ferien: Ab 30. August kostet das Essen 2,50 Euro. Von den 205 Schülerinnen und Schülern der Altstadtgrundschule haben aktuell 120 ein Essen bestellt. "Es ist schon zu befürchten, dass nun einige Eltern sagen: Das ist für uns zu teuer", so Schmedtlevin.

Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann macht den Eltern wenig Hoffnung auf den günstigen Preis: "Nach dem, was die Kommunalaufsicht mitteilt, sind diese Zuschüsse nicht genehmigungsfähig". Allerdings soll es noch in diesem Monat Gespräche mit der Kommunalaufsicht auch wegen der Zuschüsse für Schüleressen und Bücher geben.

Stadt-Pressesprecher Rainer Printz ergänzt zudem: "Bad Oeynhausen nimmt bis zum Ende des Schuljahres 2011 am Landesprogramm ,Kein Kind ohne Mahlzeit` teil." Kinder und Jugendliche aus finanziell bedürftigen Familien bekommen einen Zuschuss aus dem Landesfonds, so dass für sie die Mittagsmahlzeit weiterhin nur einen Euro kostet. Anträge liegen in den Schulsekretariaten aus.

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Copyright © Vlothoer Anzeiger 2012
Dokument erstellt am 31.08.2010 um 22:25:19 Uhr

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