Donnerstag, 17.05.2012
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24.01.2012
Wenn ein Gast unter Mordverdacht gerät
Mitmach-Krimi begeistert 60 Besucher in der ausverkauften Druckerei in Bad Oeynhausen

Bad Oeynhausen (lid). "Ich finde es beeindruckend, wie billig man so eine Hochzeit feiern kann", bringt Michael Koch hervor. Eben noch Zuschauer, jetzt größter Firmenkonkurrent von Gastgeber Karl-Heinz Hansen und plötzlich mitten im Geschehen. "Jenny, achten Sie auf meine Tabletten. Nicht dass der mir noch was untermischt", giftet Karl-Heinz und mit der Unterhaltung ist auch Michael Kochs Auftritt beendet - vorerst zumindest.

Verführerisch: Braut Monique flirtet mit einem Gast.

Beim Mitmach-Krimi "Bis dass der Tod uns ..." in der ausverkauften Druckerei standen nicht nur die Darsteller des Impro-Theaters "SpekSpek" und der Theatergruppe "Verspielt" im Mittelpunkt, sondern auch die Gäste, die teilweise in festlicher Garderobe erschienen, Reden vortrugen und das Brautpaar ordnungsgemäß bejubelten.

Neben den traditionellen Hochzeitsaktivitäten, wie Hochzeitstanz, Brautstraußwerfen und Schleiertanz, ließen nur die missgünstigen, professionellen Gäste daran erinnern, dass es sich nicht um eine normale Hochzeit handelte. Die garstige Exfrau Irene, die eifersüchtige Tochter Amanda, Emilio, der zwielichtige Bruder von Braut Monique, die übereifrige Hochzeitsplanerin Jenny oder die gelangweilte Braut selbst - ein Mordmotiv hatten alle.

Als Gastgeber Karl-Heinz schwer röchelnd auf den Tisch fällt, regungslos liegen bleibt und grüner Schaum aus seinem Mund läuft, übernehmen Chemieprofessor Hartmut und Pathologin Agathe die Mordermittlung und befragen die Gäste.

Damit rückt auch Michael Koch wieder in den Mittelpunkt des Geschehens, denn wer könnte ein größeres Interesse am Tod des Gastgebers haben als der Hauptkonkurrent?

Nach einer kurzen Befragung steht die Entscheidung der Ermittler fest: "Die Konkurrenz fällt raus, dem trauen wir keinen Mord zu." Michael Koch wird wieder zum Gast und die Ermittlung konzentriert sich auf die Familie.

"Das hat richtig Spaß gemacht", erzählt der Darsteller auf Zeit begeistert. "Als die Dame behauptete, ich sei der Konkurrent, musste ich ja mitspielen. Zunächst war ich ein bisschen aufgeregt, aber irgendwann lief das wie im Film ab." Mit zahlreichen Mordverdächtigen, unerwarteten Ereignissen und erschreckenden Einblicken in die Vergangenheit der Hochzeitsgäste blieb die Mordermittlung bis zum Schluss spannend.

Und weil die mordlustige Hochzeitsgesellschaft am Donnerstag, 26. Januar um 20 Uhr noch einmal in die Druckerei einlädt, wird der Täter hier natürlich nicht verraten.

Dokumenten Information
Copyright © Vlothoer Anzeiger 2012
Dokument erstellt am 23.01.2012 um 22:25:55 Uhr

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