Donnerstag, 17.05.2012
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21.01.2012
Fast 1000 Einwendungen gegen eine Verbindungsstrecke
Erörterungstermin zur geplanten L 712n in Milse am 26. und 27. Januar / Aktualisiertes Verkehrsgutachen liegt vor

Herford/Bielefeld (va). Das Land hat die Dringlichkeit 2011 zwar herabgestuft - doch für die L 712n läuft die Planfeststellung weiter. Gegen die 2,3 Kilometer lange Verlängerung der Ostwestfalenstraße an Milse vorbei bis zur Herforder Straße regt sich weiter Widerstand. Fast 1.000 Einwendungen sind bei der Bezirksregierung eingegangen.

Am heutigen Ende der Ostwestfalenstraße soll die Verlängerungsstraße der L 712n angesetzt werden. Foto: A. Frücht

Am 26. und 27. Januar stellt Detmold die Eingaben beim Erörterungstermin im Freizeitzentrum Baumheide zur Beratung. Mit Kosten von rund 18,7 Millionen Euro rechnet der Landesbetrieb "straßen.nrw" für den Abschnitt, der eine neue Verbindung vom Zentrum und aus Schildesche zur Autobahn A 2 herstellen und die Altenhagener Straße entlasten soll. Die Planung läuft schon mehr als zehn Jahre. Und solange wird auch über Nutzen, Trasse und negative Auswirkungen gestritten. Die Bürgerinitiative "L 712n Nicht so" bezweifelt den Nutzen der neuen Straße und wehrt sich vor allem gegen den so dichten Verlauf am Stadtteil Milse vorbei. Zwei Mal haben die Unterlagen in Bielefeld und Herford ausgelegen. 2008 folgten mehr als 900 Einwendungen, 2011 nochmal 50. Der Landesbetrieb hat Stellungnahmen erarbeitet, die Initiative bereitet Repliken vor. Zur Erörterung, die jeweils um 10 Uhr beginnt, sind Bauträger, Vertreter der Städte, der Fachbehörden und die schriftlichen Einwender eingeladen. Bielefelds Dezernent Jens Kronsbein will im Interesse eines transparenten Verfahrens aber auch interessierten Bürgern die Teilnahme ermöglichen. In den Plänen, die zum Termin vorgelegt werden, gibt es bereits Änderungen. Einige beziehen sich auf den Anschluss in Brake, wo die Herforder wie die Grafenheider Straße in einem weiteren Großprojekt aus- bzw. umgebaut werden sollen. Die Planer schlagen jetzt vor, an der Kreuzung auf je eine Links- und Rechtsabbiegespur von der B 61 (Herforder Straße) und ebenso auf eine Geradeausspur von der L 712n in die Grafenheider Straße zu verzichten. Aktualisiert ist auch das Verkehrsgutachten mit einer Prognose bis 2025. Danach wird sich das Aufkommen auf der L 712n von 21.200 Kraftfahrzeugen pro Tag auf 22.300 erhöhen. Wegen des höheren Schwerverkehrsanteils sind die Lärmschutzwälle und -wände in Milse erhöht und verlängert worden. Den Bürgern ist es wichtig, im Erörterungstermin "die Ungereimtheiten" in den Plänen auszuräumen. In der Ablehnung bestätigt sieht sich der Sprecher durch die Herabstufung der L 712n in der Prioritätenliste des Landes. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Bauprojekt aus finanziellen Gründen scheitert. Angesichts des demographischen Wandels seien Straßenneubauten nicht mehr zeitgemäß. Studien belegten, dass der Verkehr langfristig stagniere oder sinke.


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Dokument erstellt am 22.01.2012 um 22:26:02 Uhr


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