Donnerstag, 17.05.2012
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24.01.2012
Das neue blaue Kraftpaket
Herfords Technisches Hilfswerk (THW) hat neuen Gerätekraftwagen
VON RALF BITTNER

Herford (va). 290 PS, 16,5 Tonnen Gewicht in beladenem Zustand, 210.000 Euro Anschaffungskosten nur für das Fahrzeug - das sind die Kenndaten des jüngsten Zugangs im Fahrzeugpark des Ortsverbands Herford des Technischen Hilfswerks. Am Samstag wurde das Fahrzeug offiziell in Dienst gestellt. Seine ersten Einsätze hat es aber bereits hinter sich.

Übersichtlich: Fahrer und Gerätewart Thomas Kelsner ist vom Stauraum begeistert, in dem selbst ein Stromaggregat (vorn) Platz hat.

Der gewaltige Lkw mit ständigem Allrad-Antrieb ersetzt einen Magirus-Deutz aus dem Jahr 1985, erklärt Thomas Kelsner. Er ist der THW-Gerätewart und Fahrer. Das Fahrzeug nimmt eine neun Männer und Frauen starke Bergungsgruppe nebst Ausrüstung auf. Dazu gehören Stromaggregate, Beleuchtungsanlagen, Pumpen und Werkzeug. "Die Ausrüstung dürfte nochmal rund 60000 Euro kosten", schätzt Kelsner. Die wurde von dem alten Fahrzeug übernommen, ist nun aber in einem flexiblen System von Regalen übersichtlicher, sicherer und gleichzeitig besser zugänglich verstaut.

Offizielle Indienststellung: Vertreter von Kreis und Stadt, die Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze (SPD, 3. v. l.) und Inge Höger (Die Linke, in Rot) , Landtagsabgeordneter Christian Dahm (r. daneben) mit Mitgliedern des Technischen Hilfswerks vor dem neuen Fahrzeug, das seine Feuerprobe schon bestanden hat. Fotos: Ralf Bittner

"Der Fahrzeugtausch fand am 26. November statt", berichtet der Fahrer. Den ersten Einsatz mit dem Fahrzeug absolvierten die Helfer nach der Gasexplosion in einem Wohnhaus in Rödinghausen. Dort sicherten die Spezialisten den Unglücksort und suchten in den Trümmern nach verletzten Personen.

Das THW ist eine Bundeseinrichtung, deren Mitglieder bei besonderen Schadenslagen eingesetzt werden, in der Regel nachdem die Feuerwehr den ersten Zugriff abgeschlossen hat. So sei es auch in Rödinghausen gewesen: "Die Feuerwehr hat gelöscht, dann kamen wir." Als Bundeseinrichtung gebe es auch keine strikte geographische Zuständigkeit. So halfen die Herforder in Frankreich, die gewaltigen durch das Sturmtief "Lothar" entstandenen Schäden zu beseitigen, waren beim Hochwasser im Oderbruch eingesetzt oder schleppten in Winter 2005 im Schnee liegen gebliebene Lkws von der Autobahn A2.

Der GKW 1 erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 100 Kilometern in der Stunde und verfügt mit einer Tankfüllung über eine Reichweite von etwa 600 Kilometern.

Der Herforder THW-Ortsverein verfüge dank des neuen Fahrzeugs weiterhin über einen modernen Fuhrpark, sagt Ortsbeauftragter Christian Thielker. Die kalkulierte Lebensdauer des Fahrzeugs betrage 25 Jahre, möglicherweise aber auch weniger, falls technische Neuerungen einen frühzeitigen Tausch notwendig machen würden.

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Copyright © Vlothoer Anzeiger 2012
Dokument erstellt am 23.01.2012 um 22:26:08 Uhr

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