Freitag, 03.09.2010
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05.02.2010
Grüne: Vorsicht bei Schülerzahlprognosen
Abweichung nicht als Grundlage nehmen

Porta Westfalica (va/hy). Die Grünen in Porta Westfalica haben sich die Zahlen der Stadtverwaltung über die Einschulungen in den Jahren 2011 bis 2015 genauer angesehen.

Besonders auffällig sei dabei ein starker Einbruch im Schuljahr 2015/16 von mehr als 20 Prozent im Vergleich zu den beiden Vorjahren. "Seitdem beobachten wir mit großer Besorgnis, dass immer mehr Beteiligte die Schülerzahlen für die Jahre nach 2015 deutlich zu niedrig einschätzen", sagt Pressesprecher Holger Hansing.

Es scheint sich die Meinung durchzusetzen, dass die Vorhersage für das Schuljahr 2015/16 von 226 Schülerinnen und Schülern als Grundlage für eine mittelfristige Planung verwendet werden könne. Da diese Prognose eine wesentliche Grundlage für die Entscheidungen um die Grundschulstandorte sein dürfte, halten die Grünen es für wichtig, an dieser Stelle für mehr Klarheit zu sorgen.

Bereits in der Vergangenheit habe es teils deutliche Abweichungen zwischen den Schülerzahlen einzelner Jahre gegeben. Wichtiger als die Zahlen einzelner Jahre sei vielmehr der langfristige Trend. Daher hat der Ortsverein eigene Berechnungen basierend auf der Schülerprognose (von November 2009) des statistischen Landesamts NRW angestellt. Die Prognose für den Kreis Minden Lübbecke wurde auf Porta Westfalica auf Basis eines langfristigen Vergleichs heruntergebrochen. Dabei ergibt sich eine Vorhersage von 280 Schülern pro Jahr zwischen 2016 und 2018.

Umstellung des Einschulrhythmus

Auch die dargestellte Bevölkerungsentwicklung der Bezirksregierung Detmold und die Bevölkerungsprognose 2025 der Bertelsmann-Stiftung weisen auf einen langfristigen Verlauf von mindestens 280 Schülern je Jahrgang in Porta Westfalica hin.

"Die sich abzeichnende niedrige Zahl der Erstklässler in 2015 sehen wir deshalb als eine einmalige Abweichung nach unten, die keinesfalls für eine mittelfristige Planung genutzt werden darf", so Hansing.

Ein kleiner Teil der Abweichung sei durch die Umstellung des Einschulrhythmus von 13 auf 12 Monate zu erklären, der größere Teil dürfte aber zufälliger Natur sein, heißt es. Diese Information sollte jeder im Hinterkopf haben, der über die Entwicklung der Grundschulstandorte urteilt oder entscheidet, meinen die Grünen.

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Dokument erstellt am 05.02.2010 um 01:15:19 Uhr

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