Sonnabend, 31.07.2010
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06.02.2010
Geburtenzahl auf dem Tiefstand
392 Sterbefällen stehen in 2009 lediglich 246 Geburten gegenüber / Politik spricht über Zahlen
VON DIRK HAUNHORST

Porta Westfalica (va). Das Gute vorweg: Porta Westfalica hat im vorigen Jahr mehr Zuzüge als Wegzüge verzeichnet. Unterm Strich ein Plus von 55. Das spricht für die Attraktivität von Stadt und Umfeld als Wohn- und Arbeitsort.

Abwärtstrend: Der Bevölkerungsschwund setzt sich fort. 36 563 Einwohner wurden Ende 2009 in Porta Westfalica gezählt, 775 weniger als Ende 2005. Grafik: VA

Dennoch setzt sich bei den Einwohnerzahlen der Negativtrend im fünften Jahr in Folge fort. "Die Schere von Geburten und Sterbefällen geht immer weiter auseinander", sagt Mareike Dorny, Chefin des städtischen Bürgeramtes. 246 Geburten, das ist absoluter Tiefpunkt, stehen 392 Sterbefälle gegenüber, macht ein Minus von 146.

Mit dem eingangs erwähnten Plus von 55 (1653 Zuzüge und 1598 Wegzüge) müsste der Gesamtverlust eigentlich unter hundert liegen. Doch da es außerdem Verschiebungen von den Hauptwohnsitzen zugunsten der Nebenwohnsitze gegeben hat, sinkt die Zahl der Einwohner mit Hauptwohnsitz Porta Westfalica unterm Strich um 141.

Beim Blick in Statistik fällt Holtrup positiv auf. Portas Südwestecke hat den erneuten Rutsch unter die Tausendermarke verhindert und einen Zuwachs von immerhin 19 Menschen (ein Zuwachs von fast zwei Prozent) verzeichnet. Das kleine Costedt ist um sieben Einwohner gewachsen. Absolut betrachtet ist das nicht viel, prozentual beträgt der Zuwachs immerhin anderthalb Prozent. Fünf weitere Orte liegen im Plus, allerdings fallen die Veränderungen statistisch kaum ins Gewicht.

Auffallend hingegen die Einwohnerverluste andernorts. Hier ragen die Zahlen in Lohfeld und Möllbergen im negativen Sinne heraus. Gemessen an der vergleichsweise niedrigen Einwohnerzahl fallen Einbußen von 35 und 38 Einwohner in Auge.

Hausberge ist der einzige Ort mit mehr als 5000 Einwohnern, allerdings mit fallender Tendenz. Setzt sich diese fort, wird sich Portas Zentrale in den nächsten Jahren in den Klub der Viertausender einreihen, in dem zurzeit Holzhausen und Barkhausen sind. Die Einwohnerzahl in Porta Westfalica hat sich am Stichtag 31. Dezember 2009 auf 36 563 Einwohner verringert, dies bedeutet ein Minus von 0,38 Prozent gegenüber 2008. Ein kleiner Trost: In den Vorjahren waren die Verluste größer.

Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Per saldo reichen die Geburtenzahlen nicht aus, um Sterbefälle auszugleichen. Im Jahr 2000 gab es letztmals mehr Geburten als Sterbefälle.

Zugleich steigt in Porta Westfalica die Anzahl der älteren Menschen. Bereits im Jahr 2004 überschritt der Anteil der über 65-Jährigen die 20-Prozent-Marke.

Ende 2009 hat sich der Prozentsatz auf 23,6 erhöht. Bald wird jeder vierte Portaner über 65 Jahre alt sein.

Diese Zahlen werden am kommenden Montag im Stadtentwicklungsbericht präsentiert. Der Ausschuss für Planung, Umweltschutz und Bauwesens befasst sich dann mit der demografischen Entwicklung, die erhebliche Auswirkungen auf die Stadtplanung haben wird.

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Copyright © Vlothoer Anzeiger 2010
Dokument erstellt am 06.02.2010 um 01:15:04 Uhr

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