Sonnabend, 31.07.2010
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06.03.2010
Mühlen bereiten Heimatfreunden jede Menge Arbeit
Kleinenbremer Verein möchte außerdem altes Backhaus mit Leben füllen / Touristische Entwicklung im Blick

Porta Westfalica-Kleinenbremen (va/gp). "In unserer Führungsriege machen sich zunehmend Verschleißerscheinungen bemerkbar", zeigte sich Vorsitzender Walter Caselitz zu Beginn der Mitgliederversammlung der Kleinenbremer Heimatfreunde besorgt.

Neues Vorstandsteam: Die Kassenführer-Posten von Hermann Stich und Ulrike Sandmann (mit Blumenstrauß) werden künftig Pastor Ekkehard Karottki (links neben Stich) und Walter Kunz (ganz links) wahrnehmen. Kunz bleibt zudem zweiter Vorsitzender. Bei den übrigen Amtsinhabern mit (von rechts) Walter Caselitz (Vorsitzender), Anke Horn-Blumberg (Schriftführerin) und Angelika Heine (zweite Schriftführerin) ändert sich nichts. Foto: Wilhelm Gerntrup

"Wir hoffen auf eure Unterstützung", so sein Appell an die rund 30 erschienenen Mitglieder. Als Grund für die pessimistische Lagebeurteilung nannte Caselitz die stetige Zunahme der ohnehin extrem hohen Arbeitsbelastung, die durch das Ausscheiden von zwei altbewährten Mitstreitern zusätzlich verschärft werde.

In der Tat kommen in den nächsten Monaten auf die Heimatfreunde eine ganze Menge neuer Aufgaben zu. Der dicksten Brocken ist die Programmgestaltung und Betriebsführung der neuen Mönkhoff-Mühle. Das im Laufe der letzten Jahre von Grund auf sanierte Industriedenkmal mitten im Dorf ist weitgehend fertig und soll im August offiziell eingeweiht werden. Das macht, zusätzlich zur Organisation der Aktivitäten rund um die Harting-Mühle, die Ausgestaltung eines zweiten, für den Verein neuartigen Veranstaltungsbetriebes erforderlich.

Anders als beim Harting-Projekt soll nämlich auf dem Mönkhoff-Hof nicht das klassische Mühlenthema "Mahlen und Backen", sondern die Vermittlung von Informationen zur kreativen Nutzung natürlicher Energie-Ressourcen im Vordergrund stehen.

Kultureller und finanzieller Zugewinn

Nicht umsonst wird der neue, direkt neben der Schule gelegene Treffpunkt "Energie- und Kulturwerkstatt" heißen. Erste Erfahrungen mit Schulklassen lassen hoffen. Ein dickes Dankeschön für das bisher Erreichte wurde Projektleiter Walter Kunz und Dorfarchitekt Heino Heine samt Team zuteil.

Eng mit den beiden Mühlen-Vorhaben des Vereins verquickt ist eine örtliche Initiative, die die Entwicklung Lütkenbremens zum Touristenziel fördern soll. Der Entwurf eines Faltblatts, in dem unter anderem zehn örtliche Übernachtungsherbergen ihre Dienste anbieten, liegt bereits vor.

Wenn die Sache gut anlaufe, könne man möglicherweise auch die Fertigstellung des vor einigen Jahren vom Meierhof zum Mönkhoff-Hof umgesiedelten Backhauses in Angriff nehmen, hofft man im Lager der Heimatfreunde. Das Baudenkmal sei zunächst nur in einen sicheren Zustand gebracht worden und warte darauf, mit neuem Leben erfüllt zu werden, schilderte Heine die augenblickliche Situation.

Er erinnerte daran, dass Mühle und Backhaus - über den rein optischen und kulturellen Zugewinn hinaus - auch einen erheblichen finanziellen Wertzuwachs für Kleinenbremen darstellten. So seien zur Sanierung der beiden Projekte bisher mehr als 200 000 Euro an Fördermitteln ins Dorf geflossen seien. Dazu komme ein Mehrfaches an Eigenleistung und örtlicher Initiative. Zu Resignation und Selbstzweifeln gebe es absolut keinen Grund.

Eine wahrhaft himmlische Fügung

Das sah man auch in der Versammlung so. Quasi per Zuruf konnte die von Caselitz befürchte Schwächung der Führungsmannschaft abgewendet werden. Sowohl für den aus Altersgründen ausscheidenden langjährigen Schatzmeister Hermann Stich als auch für dessen Vertreterin Ulrike Sandmann (Aufnahme eines Studiums) stehen Nachfolger bereit.

Anstelle von Stich wird künftig Pfarrer Ekkehard Karottki die Vereinskasse führen. Der Einstieg des Dorfpastors sei eine wahrhaft himmlische Fügung, war man sich in der Versammlung einig. Seine Vertretung wird, falls erforderlich, der zweite Vereinsvorsitzende Kunz übernehmen. Bei den anderen Amtsinhabern bleibt alles wie bisher. Als Projektleiter für anstehende Sonderaufgaben steigen Ulrike Müller und Werner Wippermann in die Führungsarbeit mit ein.

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Dokument erstellt am 06.03.2010 um 01:15:28 Uhr

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