Klaus Theuerkauf beobachtete vor zwei Jahren, wie eine offenbar verwilderte Katze ihre Jungen unter dem Schuppen im Garten am Mindener Weg in Hausberge ablegte und sie zunächst auch regelmäßig versorgte. Die kleinen Tiere waren sehr scheu, doch Tochter Lara gewann ihr Vertrauen und schloss sie in ihr Herz.
Und so gehören sie seither zur Familie, zumal sie sich mit den zwei weiteren Katzen und den zwei Schäferhunden gut verstehen. Calypso und Gypsie werden nicht nur im Hause gehalten, sondern bewegen sich auch frei in der näheren Umgebung.
Als Calypso vor einigen Tagen offenbar unter starken Schmerzen leidet, soll der Tierarzt helfen. Der stellt zunächst nur eine kleine Verletzung fest, doch die Röntgenaufnahme zeigt, dass dort das Geschoss eines Luftgewehres eingedrungen ist; ein Geschoss, das unter dem Namen Diabolo bekannt ist.
"Tiere zu quälen ist kein Dumme-Jungen-Streich", sagt Klaus Theuerkauf, "eher die Tat eines Dummen." Er vermutet, dass der Täter psychische Probleme hat. Mit seinem Verhalten stelle er auch eine Gefahr für die zahlreichen in der Nachbarschaft spielenden Kinder dar.
Wie der Tierfreund aus Rücksprachen mit Nachbarn erfahren hat, sei in der Vergangenheit schon mehrfach auf Katzen geschossen worden. Theuerkauf hat nun eine Belohnung für die Feststellung des Täters ausgesetzt und hofft, dass solche Tierquälereien bald der Vergangenheit angehören.
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