Mensa am Schulzentrum Süd bald fertig, Bauarbeiten an der Sporthalle beginnen / Brandschutzmängel zufällig entdeckt
"Ich denke, wir werden pünktlich fertig", sagte Knörck gestern bei der Inspektion der Baustelle. Manches werde bestimmt erst auf den letzten Drücker erledigt, aber das sei bei Bauarbeiten ja nichts Ungewöhnliches.
Nachdem Ende April Richtfest gefeiert wurde, plant das Schulzentrum Süd (Gymnasium und Realschule) eine Feier zur Eröffnung der lang ersehnten Mensa. Sie kostet mit allem Drum und Dran rund eine Million Euro.
Wenige hundert Meter entfernt wartet auf die Stadt bereits das nächste Bauprojekt: die Großsporthalle. Während die Dachsanierung seit langem geplant war, ist die nötige Nachbesserung beim Brandschutz eine böse Überraschung. Zurzeit weiß niemand, wie umfangreich und teuer sie ausfallen wird. "Die neue Brandmeldeanlage wird voraussichtlich 85 000 Euro kosten", schätzt Technischer Beigeordneter Stefan Mohme. Doch das ist nicht alles. Holzverkleidung, Leitungen, Treppenhausabschottung werden erneuert oder ertüchtigt und die Gesamtkosten wohl deutlich im sechsstelligen Bereich landen. Der Kämmerer will dafür Geld aus der Schul- und Sportpauschale einsetzen.
Sanierungsarbeiten bis ins nächste Jahr hinein
Noch mehr Sorgen als die finanziellen Engpässe bereiten zurzeit die räumlichen. Der Ausfall der Großsporthalle Süd und die gleichzeitige Sanierung der Karl-Krüger-Halle in Veltheim ziehen gravierende organisatorische Probleme nach sich (das MT berichtete). Sportvereine müssen andernorts zusammenrücken.
Die Dachsanierung soll noch in den Sommerferien abgeschlossen werden. Wie lange die Installation eines zeitgemäßen Brandschutzes dauert, ist offen, vermutlich enden die Arbeiten erst im nächsten Jahr. Die Halle bleibt bis dahin aber nicht komplett geschlossen, sondern soll abschnittsweise dem Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen. Mohme spricht von einem "Stufenkonzept".
Aufgefallen sind die Brandschutzmängel eher zufällig. Eine herkömmliche Dämmung im Zuge der Dachsanierung hätte die Halle nicht tragen können, daher sah sich die Stadt nach einer leichteren Alternative um, für die ein Brandschutzkonzept beigefügt werden musste. Und bei der Gelegenheit hat der Ingenieur den Brandschutz genauer inspiziert und erhebliche Mängel festgestellt.
Nachlässigkeiten aufseiten der Stadt sieht der Technische Beigeordnete nicht. Die Halle sei fast 35 Jahre alt und die Maßstäbe für den Brandschutz hätten sich seither gravierend verändert, vor allem infolge des Düsseldorfer Flughafenbrandes im Jahr 1996.
"Das geht in den Millionenbereich"
"Es gibt für uns keine turnusgemäße Verpflichtung, den Brandschutz infrage zu stellen, solange sich die Nutzung nicht verändert." Es habe in der Sporthalle keine Anhaltspunkte gegeben, dass der Feuerschutz nicht mehr in Ordnung sei. Die regelmäßige Brandschau, zuletzt 2008, sei ohne nennenswerte Beanstandungen verlaufen. Allerdings werde dabei mehr auf offensichtliche Dinge (beispielsweise Feuerlöscher) geachtet, weniger auf die Bausubstanz.
Laut Mohme hat die Stadt in den vergangenen Jahren jede Menge Geld in öffentliche Gebäude gesteckt, um den Brandschutzauflagen gerecht zu werden. "Das geht in den Millionenbereich." Auch die Schulsporthallen wolle man nun noch einmal überprüfen, sagte der Beigeordnete auf Nachfrage. "Ein gleiches Szenario wie in der Hausberger Sporthalle schließe ich aber aus."
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