01.09.2010
Lastwagenfahrer übersieht das Stauende
Aus Fahrerhaus geschleudert und schwer verletzt / Autos aufeinander geschoben / Zweite Person ebenfalls verletzt
Porta Westfalica (va/uv). Auf der Autobahn 2 ereignete sich gestern Morgen auf der Richtungsfahrbahn Dortmund zwischen der Anschlussstelle Vennebeck und dem Autobahnkreuz Bad Oeynhausen ein Unfall. Dabei wurden zwei Personen schwer verletzt.
Fahrzeugteile des Lastwagens lagen auf der Straße verteilt. Zudem liefen Betriebsmittel aus, die von der Feuerwehr aufgefangen wurden. Fotos: Feuerwehr Porta/Michael Horst
Die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica wurde um 7.23 Uhr zu dem schweren Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person auf der Bundesautobahn alarmiert. In Fahrtrichtung Dortmund waren zwei Personenwagen und zwei Lastwagen in die Karambolage verwickelt. Dabei wurden eine Autofahrerin und ein Lkw-Fahrer schwer verletzt.
Das Führerhaus des Unfallverursachers hatte sich in die Ladefläche gebohrt. Der Fahrer war herausgeschleudert worden.
Laut Polizei hatte sich aufgrund eines Pannenfahrzeugs innerhalb der Großbaustelle Exter sich der Verkehr bis zur Unfallstelle zurückgestaut. Ein 29-jähriger Fahrzeugführer aus Walsdorf war mit seinem Sattelzug, beladen mit 24 Tonnen Apfelsaft-Kartons, auf dem rechten von drei Fahrstreifen unterwegs und übersah laut Polizei aus bisher ungeklärter Ursache das Stauende. Der Lastwagen fuhr fast ungebremst auf einen bereits stehenden Sattelzug aus Gütersloh auf, der von einem 53-Jährigen gesteuert wurde.
Dabei wurde das Führerhaus stark in das hintere Ende des vorausfahrenden Aufliegers gedrückt. Bei dem Aufprall wurde der 29-Jährige durch die Windschutzscheibe seines Lkw geschleudert und landete auf der leeren Ladefläche des stehenden Sattelzuges.
Durch die Wucht des Aufpralles wurde wiederum dieser Sattelzug auf einen vor ihm stehenden Pkw einer 33-jährigen Wunstorferin geschoben, die dabei ebenfalls verletzt wurde. Deren Wagen wurde wiederum auf einen vorausstehenden Pkw eines 53-jährigen Hannoveraners geschoben.
Feuerwehr und Rettungsdienst versorgten den schwer verletzten Lkw-Fahrer auf der Ladefläche bis zum Abtransport ins Krankenhaus. Hydraulische Rettungsmittel mussten zur Befreiung nicht eingesetzt werden. Die verletzte Frau kam ebenfalls ins Krankenhaus.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sicherten die Einsatzstelle ab und fingen auslaufende Betriebsmittel mit Bindemitteln auf. Bei dem Unfall wurden einige Kartons Apfelsaft so stark beschädigt, dass sie die Fahrbahn verunreinigten.
Die Unfallstelle erstreckte sich über die erste und zweite Fahrspur, der Verkehr wurde über den dritten Fahrstreifen am Unfallort vorbei geleitet. Für die Dauer der Bergungs- und Reinigungsarbeiten waren die zwei Fahrstreifen für etwa zwei Stunden komplett gesperrt. Es entstand ein größerer Rückstau, der auch die Umgehungsstrecken in Porta Westfalica betraf.
Der Gesamtsachschaden des Unfalls beläuft sich laut Polizei auf etwa 250 000 Euro.
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Dokument erstellt am 01.09.2010 um 01:15:51 Uhr
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