Wieder geht es um rechtsextreme Äußerungen. Diesmal hat Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Anzeige erstattet. Im Zusammenhang mit der Verleihung des German-Jewish-History-Award an Mitglieder der Vlothoer Mendel-Grundmann-Gesellschaft hatte Knobloch zugesagt, sich in das Verfahren gegen die damals noch existente rechtsextreme Kaderschmiede auf dem Winterberg einzusetzen. Die Reaktion von Haverbeck-Wetzel kam prompt: "Machen Sie so weiter wie bisher, dann könnte sich ein neues Pogrom ereignen, das entsetzlich würde ...". An anderer Stelle des Briefes hieß es: "Bereiten Sie sich auf den Tag der Wahrheit vor. Er ist nahe und nicht mehr aufzuhalten."
Das Amtsgericht Bad Oeynhausen hatte bereits einen Strafbefehl in Höhe von 1500 Euro verhängt, Haverbeck-Wetzel hatte Einspruch eingelegt. Nach VA-Informationen wird die Gerichtsverhandlung in Bad Oeynhausen am 30. Juni stattfinden. Auf einschlägigen rechtsextremen Internetseiten werden bereits "Prozessbeobachter" eingeladen, die Haverbeck-Wetzel am Dienstag zur Seite stehen sollen.
Die Vlothoerin war Vorsitzende des Vereins "Collegium Humanum". Der Verein wurde im Mai 2008 ebenso wie die ebenfalls als rechtsextrem eingestufte "Bauernhilfe" verboten.
In Vlotho hatte eigenes ein "Bündnis gegen das Collegium Humanum" gegen die Einrichtung gekämpft und auch zu Demonstrationen aufgerufen. Als skandalös wurde die Gemeinnützigkeit empfunden.


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