Vlothoer Bürger und Mitglieder der Grünen Liste auf Großdemonstration in Berlin mit rund 50 000 Beteiligten / "Richtig Druck machen"
37 Insassen fuhren am vergangenen Samstag mit dem Bus Richtung Hauptstadt. Hier erwarteten die Vlothoer rund 50 000 Mitdemonstranten gegen die Atomkraftwerke. Sie alle wanderten gemeinsam durch die Innenstadt, vorbei am Brandenburger Tor und dem Hauptbahnhof.
Auch Bürger aus Vlotho und Mitglieder der Grünen Liste mischten sich unter die Menschenmassen.
"Keine Oldie-Veranstaltung"
Die Grüne Liste und die mitgereisten Vlothoer waren überwältigt: "Das war ein gigantisches Ereignis. Und es war wirklich keine Oldie-Veranstaltung. Die Hälfte der Demonstranten waren junge Leute", wusste König zu berichten. Auch im Vlothoer Bus waren sogar 16-Jährige vertreten. "Alle kamen aus verschiedenen politischen Richtungen, hatten aber ein gemeinsames Ziel. So etwas verbindet. Und die Stimmung war einfach super."
Gerade vor den Bundestagswahlen wollten die Demonstranten in der Hauptstadt noch einmal richtig Druck machen und mit der Veranstaltung ein Zeichen setzen. "Es geht immer nur um Geld, von der Sicherheit redet aber gar keiner", meint der Fraktionsvorsitzende der Grünen Liste Vlotho.
Durch Zufall trafen die Vlothoer dann auch noch auf den Landtagsvorsitzenden von Bündnis90/Die Grünen, Arndt Klocke, der gebürtiger Vlothoer ist. Auch die Bundestagsabgeordnete Ute Koczy befand sich unter den Demonstranten.
Während es in Vlotho regnete, wurde in Berlin bei strahlendem Sonnenschein demonstriert. Trotz der Menschenmassen verlief alles friedlich, die Polizei hielt sich im Hintergrund.
In Berlin gab es dann für jeden Bus noch ein weißes Transparent, dass die Gruppen frei gestalten konnten.
Alle Transparente werden zusammengenäht
Die Vlothoer Fahrer haben ihr Transparent bereits fertiggestellt. Die Werke werden dann bundesweit in Berlin gesammelt und dort zusammengenäht. "Es soll das größte Transparent der Welt werden und die Unterstützung bei den Verhandlungen nach der Wahl symbolisieren", weiß August-Wilhelm König.
Bereits vor 30 Jahren war der Fraktionsvorsitzende schon einmal auf einer großen Demonstration zugegen. In Bonn demonstrierte er zum Thema "Tschernobyl". "Damals hatten nur die Ökos Ideen zu regenerativen Energien. Und heute sind es genau diese kleinen Ideen, die groß umgesetzt wurden. Das macht Mut. Die Antworten sind da", so August-Wilhelm König im VA-Gespräch.
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