Laienspielgruppe Bonneberg beendet erfolgreiche Saison / Gags kommen an / 10 Torten verputzt
45 Likörchen, zehn Torten, 22 Kannen Kaffee wurden - bei den Vorführungen und Proben - verputzt. So steht es in der Statistik von Uwe Waschkowitz von der Laienspielgruppe Bonneberg. Allein Manuela Richter in ihrer Rolle als Silke musste 36 Stück Kuchen essen.
Veronika (Kathrin Rudolph) versteht keinen Spaß und zieht ihrem Ehemann (Thomas Lang) eins über. Kleines Bild: Silke (Manuela Richter) hat Probleme mit dem pürierten Essen.
"Insgesamt haben wir 51 Stunden geprobt", berichtet er. Und dabei gab es fast immer Kaffee und Kuchen, damit die Hobby-Schauspieler unter möglichst realen Bedingungen proben. Der saftig belegte Obstboden hat sich als ideal erwiesen. Denn der Streuselkuchen krümelte zu viel. Die Dialoge in Petras kleinem Café, wo sich die Stammkundinnen Silke und Veronika treffen, wären mit vollem Mund problematisch gewesen.
Einen großen Dank richtet die Laienspielgruppe an alle Zuschauer, die im Gemeindehaus Bonneberg und im ebenso vollen Wesersaal nicht mit Applaus gegeizt haben. Die Gags saßen: Als die Ehemänner Ernst-August (André Schwarze) und Heinz-Rüdiger (Thomas Lang) die pürierte Mahlzeit probieren sollen. Als Silke, Petra (Bianca Hartwig) und Veronika (Kathrin Rudolph) in Kimonos gehüllt auf die Bühne trippeln oder als Vertreterin Michaela Lippert (Julia Siekmann) ins Café einbricht und schließlich überwältigt wird. Der neue Spielort im Wesercenter ist sehr gut angenommen worden. "Ich wusste gar nicht, wie groß das hier ist", erzählten etliche Zuschauer. Selbst gebürtige Vlothoer seien noch nie im Wesersaal gewesen. Am Samstag und Sonntag waren zudem etliche Mitglieder des türkischen Arbeitnehmervereins gekommen, um sich den als Theatersaal umfunktionierten Festsaal anzuschauen und die neue Komödie der Laienspielgruppe zu sehen.
"Ein herzliches Dankeschön richten wir auch an die Familie Bahcetepe, die uns den Wesersaal zur Verfügung gestellt hat", sagt Uwe Waschkowitz.
Nach der letzten Vorstellung am Sonntag wurde die Bühne abgebaut und eingelagert. "Jetzt ruhen wir alle uns erst einmal aus", berichtet Uwe Waschkowitz. Ab März geht es auch dann wieder weiter mit der Suche nach dem nächsten Stück. Das muss nicht nur von der Handlung und den Dialogen her gefallen, sondern auch zur Besetzung passen. Daher wird zuerst abgeklärt, welche Mitglieder spielen möchten.
Hinter der Bühne ist in jedem Jahr auch viel zu tun. Requisiten müssen gebaut, das Bühnenbild gemalt werden. Um Licht und Technik und die Gastronomie im Gemeindehaus kümmert sich die Laienspielgruppe ebenso.
Interessierte, die gerne dazustoßen möchten, können sich vorab im Internet informieren: www.theaterstuecke.info/theaternetz/lsg-bonneberg.
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