Betriebsrat ruft zu Spenden auf / Weitere Unternehmen in den Kreisen Lippe und Herford können teilnehmen
Konkret gehe es dabei um 200 Rollstühle für Kinder und noch einmal 100 für Erwachsene. Außerdem werden 200 Gehhilfen für Erwachsene und Kinder sowie 200 Rollatoren benötigt. Hans Mielke, der den Hilferuf aus Haiti entgegennahm: "Die Geschäftsleitung der Firma Meyra hat sich sofort bereit erklärt, das gesamte Spendenvolumen zu den reinen Herstellungskosten zur Verfügung zu stellen." Für das Unternehmen ergebe sich somit keinerlei Verdienst. Jetzt komme es darauf an, die Hilfsmittel nach Haiti zu transportieren.
Anlass war ein Hilferuf von Evelin Schuster von der Organisation "Unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V.", die im Auftrag ihres Kinderkrankenhauses in Haiti um die Rollstühle und Gehhilfen bat. Dabei gehe es allein um den Januar-Bedarf, sagt Mielke.
Die Organisation kümmert sich seit über 55 Jahren um verwaiste und verlassene Kinder in Lateinamerika. Derzeit sind es rund 3500 Kinder in neun Ländern, die in den Kinderdörfern der Organisation ein neues Zuhause gefunden haben. Darüber hinaus nutzen jährlich über 40 000 Kinder und Erwachsene aus der Umgebung die Schulen und Krankenstationen der Kinderdörfer. Hans Mielke: "Tausende Kinder hat das Erdbeben in Haiti zu Waisen gemacht. Viele wurden aus den Trümmern gerettet, jedoch mussten ihnen teilweise Arme und Beine amputiert werden, um ihr Leben zu retten." Die Amputationen hätten teilweise unter schwierigsten Bedingungen stattgefunden.
Betriebsrat und Meyra-Vertrauenskörper der IG Metall haben beschlossen, mit einer Hilfsaktion die erforderlichen Gelder zu sammeln. "Als Betriebsrat haben wir Gespräche mit der IG Metall in Lippe aufgenommen, um weitere Firmen für das Projekt zu begeistern", sagt Mielke. Aber auch Spendendwillige und Firmen im Kreis Herford könnten sich gerne beteiligen.
Gestern ist Mielke erstmals an die Presse gegangen und hofft jetzt auf eine entsprechende Resonanz. "Da die Not vor Ort sehr groß ist, soll die Aktion bis zum Ende des Monats abgeschlossen sein", sagt Mielke.
Die Organisation bedankt sich nach Mielkes Worten bereits jetzt für die Unterstützung und hofft, mit den Hilfsgütern 700 in Not geratenen Menschen das Leben ein klein wenig angenehmer gestalten zu können und ihre Mobilität wieder einigermaßen herstellen zu können. Ein eigenes Spendenkonto ist angesichts der Spontaneität der Aktion noch nicht eingerichtet, Informationen erteilt aber der Betriebsrat von Meyra-Orthopedia.
Hans Mielke, Meyra-Ring 2, 32689 Kalletal, Telefon (05733) 922 109.
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