"Das ist eine böse Angelegenheit", sagt ein Anwohner, der seinen Kater unter den seiner Einschätzung nach offensichtlich erschlagenen Tieren identifizierte. Sein Tier, das er "Susi" nannte, hatte er seit einigen Tagen vermisst. Ebenso erging es einer Nachbarsfamilie. Die nahm die Sache selbst in die Hand und schickte ihren Hund auf die Fährte der Katzen. Dessen Spürnase fand die Kadaver in der Nähe des Alten Forsthauses unter einer schweren Metallplatte. Auch diese Familie erkannte ihre Katze unter den toten Stubentigern, der Besitzer einer weiteren Katze ist noch nicht ermittelt.
Am Nachmittag wollte das Kreisveterinäramt die getöteten Tiere untersuchen, um Klarheit über die Todesursache zu gewinnen.
Die Polizei wurde von den Anwohnern über den Vorfall informiert. Wer im Zusammenhang mit der Tat Hinweise geben kann, kann sich mit der Polizei in Herford unter Telefon (0 52 21) 8 88 - 0 in Verbindung setzen. "Wenn die Katzen wirklich erschlagen wurden", so Pressesprecher Rainer Koch, "ist dies sicherlich nicht ohne Weiteres vonstatten gegangen."
Verdächtiges der Polizei melden
Die Tiere hätten sich höchstwahrscheinlich gewehrt. Dass dabei verdächtige Geräusche entstanden sind oder verdächtige Fahrzeuge gesichtet wurden, sei möglich. Wenn Verdächtige gefunden würden, werde gegen sie wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und wegen Sachbeschädigung ermittelt. Ebenso sollten sich Personen, die ihre Katze ebenfalls vermissen und die vermuten, dass ihr Haustier unter den Opfern ist, melden.
Den Anwohnern vom Eggeweg wird die Ergreifung eines Verdächtigen ihre Katzen nicht mehr zurückbringen. Getroffen hat der Vorfall vor allem die Kinder. Nicht nur diese sind noch immer fassungslos. "Sie haben sehr daran gehangen", berichtet ein Bewohner des Eggewegs etwa von seinen Enkelkindern, die sehr traurig über den Tod ihres Spielkameraden seien.


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