11.03.2010
Starke Hitze lässt Fenster platzen
Feuer an der Herforder Straße / Einfamilienhaus nicht mehr bewohnbar / 100 000 Euro Schaden
VON MICHAELA BERBALK
Vlotho-Valdorf (va). Dichter Rauch hüllte das Einfamilienhaus an der Herforder Straße ein: Beim gestrigen Feuer brannte das Obergeschoss komplett aus. Die Hitze war so stark, dass Helme der Feuerwehrleute beschädigt wurden.
Starke Rauchentwicklung: Das Obergeschoss des Hauses brannte gestern Morgen aus. Fotos: Berbalk (3), Polizei (1)
Personen wurden nicht verletzt, die Schadenssumme wird derzeit auf 100 000 Euro geschätzt. Für die Dauer der Löscharbeiten war die Herforder Straße im Bereich Salzuflener Straße und Neuer Landstraße komplett gesperrt. Später wurde gegen 11.45 Uhr der Verkehr einseitig an der Brandstelle vorbeigeführt.
Um 8.26 Uhr war die Wehr alarmiert worden, mit insgesamt 35-köpfiger Besetzung rückten die Brandschützer aus. Wehrführer Torsten Sievering hatte den Löschzug Vlotho und die Löschgruppen Uffeln und Steinbründorf angefordert, die rund vier Stunden lang die Flammen bekämpften.
Mit einer Metallstange sorgt ein Feuerwehrmann von der neuen Drehleiter aus für Abluft. Flammen schlagen hoch.
Auf der Rückseite des Gebäudes stand ein Zimmer im Obergeschoss bereits hell in Flammen, eine Fensterscheibe war aufgrund der Hitze geplatzt, als die Brandschützer eintrafen. "Unter Atemschutz sind zwei Trupps ins Haus gegangen, da zunächst nicht sicher war, ob sich noch Menschen darin befanden", so Torsten Sievering. Der Hausbesitzer und sein Stiefsohn waren allerdings kurz vor 8 Uhr zur Arbeit gegangen.
Vom Korb der neuen Drehleiter aus stieß ein Feuerwehrmann immer wieder mit einer langen Metallstange Löcher ins Dach, damit Rauch und Hitze entweichen konnten. Gleich mehrere Löschangriffe starteten: Von der Drehleiter aus sowie vom Boden wurden die Flammen bekämpft.
Schwierige Wasserversorgung
Starke Rauchentwicklung: Das Obergeschoss des Hauses brannte gestern Morgen aus. Fotos: Berbalk (3), Polizei (1)
"Die Wasserversorgung war schwierig. Daher haben wir mit zwei Fahrzeugen einen Pendelverkehr eingerichtet", berichtete Wehrführer Sievering. Die Löschwasserversorgung am Marktkauf wurde genutzt. Weitere Trupps betraten später mit Atemschutz und Wärmebildkamera das Haus, um nach zusätzlichen Brandnestern zu suchen.
Hausbesitzer Michael Kaden wurde von seinem Vater per Telefon über das Feuer informiert. Kaden wohnt gemeinsam mit seinem Stiefsohn in dem Gebäude, das 1936 erbaut worden ist. "Wir haben nichts gemerkt, als wir zur Arbeit gingen. Ich vermute, dass der alte Fernseher im oberen Kinderzimmer der Auslöser war", so Kaden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Laut Polizeipressesprecher Rainer Koch ist eine technische Ursache derzeit wahrscheinlich.
Die Herforder Straße war wegen der Löscharbeiten zeitweilig komplett gesperrt.
Der gesamte obere Dachstuhl ist einsturzgefährdet, das Gebäude nicht mehr bewohnbar. "1999 habe ich das Haus gekauft und danach ausgebaut. Mehrere Kinderzimmer und ein Bad sind dort oben", erzählt der Eigentümer gestern Morgen gefasst. Der Schock käme wohl später, wenn er das Geschehen erst richtig begreife. Zum Glück sei das Einfamilienhaus versichert, sagte er.
Sein Stiefsohn und er wohnen jetzt bei seinem Vater. Mehrere Nymphensittiche seien "evakuiert" worden, erzählte Kaden. Er ist froh, dass gleich mehrere Nachbarn Alarm geschlagen und sofort die Feuerwehr gerufen hatten.
Dokumenten Information
Copyright © Vlothoer Anzeiger 2010
Dokument erstellt am 10.03.2010 um 22:25:15 Uhr
Letzte Änderung am 11.03.2010 um 03:09:46 Uhr
stehenden Code hier ein*: