02.06.2010
Ölmalerei der besonderen Art
Sechs Kursteilnehmer machen bei Peter Pohle das Bild zur Bühne/ Landschaftsmotive der Region
VON MIRJAM WESTERMANN
Vlotho (mw). Es riecht nach Ölfarben und der Tisch ist ausgesprochen bunt, denn die darauf ausgelegte Folie wird auch als Palette benutzt. Unter den Händen von fünf Frauen und einem Mann entstehen schöne Landschaftsbilder.
Stolz präsentieren die Kursteilnehmer ihre gelungenen Werke. Fotos: Mirjam Westermann
Seminarleiter Peter Pohle steht ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Schon zum sechsten Mal findet der vierstündige Malkurs für Erwachsene unter dem Motto "Nass in nass" in diesem Jahr statt. Gemalt wird ein Landschaftsmotiv aus der Region, das Peter Pohle selbst entworfen hat.
Peter Pohle gibt Hilfestellung bei der Schattensetzung.
Pohle: "Wichtig ist bei dieser Maltechnik, dass die Farbe zwischendurch nie ganz trocknet, denn durch das ständige Verwischen entstehen beeindruckende Effekte." Auffällig ist, dass eher ungewöhnliche Utensilien, wie zum Beispiel der Malspachtel, genutzt werden, der sich besonders zum Auftragen und Verwischen eignet. Außerdem wird auf einem schwarzen Hintergrund gemalt. "Das Bild ist wie eine Bühne, durch die einzelnen Farben und Arbeitsschritte wird ein Scheinwerfer nach dem anderen gesetzt", beschreibt Peter Pohle die Besonderheiten dieses Verfahrens.
Der Künstler erklärt, dass es sich bei der Ölmalerei "nass in nass" um eine klassische Maltechnik handelt, die es den Kursteilnehmern erlaubt, nach vier Stunden Seminar ein fertiges Bild mit nach Hause zu nehmen. Dabei sei es gar nicht entscheidend, wie viel Erfahrung und Talent mitgebracht würde, weiß der Diplom Designer: "Es sind einzelne dabei, die noch nie ein Bild gemalt haben und einige, die auch sonst in der Malschule sind." Gut sähen anschließend alle Bilder aus.
Und auch die Kursteilnehmer genießen die vier Stunden Auszeit vom hektischen Alltag. "Es ist eine schöne Art zu entspannen und man kann die Gedanken schweifen lassen", macht eine Teilnehmerin den Reiz des Kurses deutlich. "Und Peter Pohle erklärt das alles ganz wunderbar", ergänzt sie. Dieser läuft in der Zwischenzeit zu denjenigen, die nach einem Ratschlag oder einer Einschätzung fragen und gibt Hilfestellung bei Aspekten, die noch perfektioniert werden können. Etwa, wenn noch Schatten fehlen oder eine Struktur zu einheitlich geraten ist. Aber: "Das Schöne an der Technik ist, dass Sie den Effekt erzielen können und dann aber auch wieder verändern", weiß Pohle um die Vorzüge der Maltechnik.
Und auch für diejenigen, die trotzdem noch unzufrieden sind hat Peter Pohle einen Rat: "Wenn Sie das Bild ein bisschen weitertrocknen lassen und dann noch mal gucken, dann entdecken Sie wieder neue Sachen, die Ihnen gefallen und dann haben Sie auch vergessen, worüber Sie sich vorher geärgert haben."
Natürlich geben sich die Kursteilnehmer auch gegenseitig Rückmeldung, wie: "Das sieht aus wie afrikanische Palmenblätter, das finde ich gut gelungen" oder anerkennende Blicke für gute Schattensetzung und Bäume. Am Ende tragen alle ihre Bilder zufrieden nach Hause und Peter Pohle freut sich schon auf den nächsten Kurs dieser Art, die bis zu den Sommerferien ein mal im Monat in der Malschule Pohle stattfinden.
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Dokument erstellt am 01.06.2010 um 22:25:47 Uhr
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