Doris Piloth vom Kinderschutzbund in Vlotho gibt Tipps für die lange Urlaubsreise im Auto mit Kindern
Nicht nur die Fahrtroute, sondern auch regelmäßige Pausenstopps einplanen. Kleine Kinder brauchen jede Stunde eine Fahrtunterbrechung, größere alle zwei Stunden. "Es ist es wichtig klare Angaben zu machen, wann die nächste Pause wieder ansteht. Man muss Kindern überschaubare Zeiten vorgeben", weiß Doris Piloth, Vorsitzende vom Kinderschutzbund in Vlotho. Kinder können sich dann während der Pausen zum Beispiel mit Federball austoben.
Für die Fahrt in den Urlaub wird das Auto zum Ersatz-Kinderzimmer. Bei kleinen Kindern helfen Lieblingsspielzeug, Bilderbücher oder Kuscheltiere gegen aufkeimende Langeweile. "Für meine Kinder waren Kuschelkissen und das Lieblingskuscheltier unglaublich wichtig. Außerdem rate ich Eltern früh morgens loszufahren. Dann umgeht man den großen Reiseverkehr, und die Kleinen können noch etwas im Auto schlafen", gibt Doris Piloth Ratschläge. CDs mit Geschichten, Hörspielen oder Kinderliedern verkürzen die Zeit bis zur nächsten Pause. Auch portable Spielkonsole und MP3-Player nicht vergessen. Ältere Kinder können sich damit sehr gut über einen längeren Zeitraum beschäftigen.
Nach wie vor sehr beliebt sind aber auch Bücher. Während die Großen ein bisschen lesen können, eignet sich für die Kleinen eher ein Bilderbuch oder ein großes Malbuch. Ansonsten können Mama und Papa aber auch jederzeit Geschichten vorlesen. "Gerade vor den Sommerferien bemerken wir immer wieder einen regelrechten Run auf Bücher. Die können die Kinder bei uns kostenlos mitnehmen und greifen auf dieses Angebot auch gerne zurück", berichtet die Vorsitzende vom Kinderschutzbundes.
Die Kinder nicht sich selbst überlassen. Spielen, spielen, spielen. Die Klassiker "Ich sehe was, was du nicht siehst", "Stadt-Land-Fluss" oder heiteres Berufe-Raten kommen immer gut an. Reizvoll bei Autofahrten sind Spiele, die das Verkehrsgeschehen aufgreifen: Bilde aus den Buchstaben der Nummernschilder eines vorbeifahrenden Autos ein Wort oder addiere die Zahlen der Nummernschilder zu einer Summe. "Gerade wenn Kinder nicht lange still sitzen können, sollten sich Eltern im Vorfeld der Reise Gedanken machen, wie sie ihre Kleinen beschäftigen können", rät Doris Piloth. Für besonders wichtig für die Fahrt hält sie zudem ein "Versorgungspaket" mit leckeren Kleinigkeiten wie Keksen oder Bonbons.
Ältere Kinder beschäftigen sich auch gerne mit Büchern oder Landkarten. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat ein "Kleines Verkehrs-ABC für unterwegs" herausgegeben, das Kindern viele Erklärungen gibt zu Landschaften, Städten und rund um den Straßenverkehr. Das Heft kann beim BMVBS bestellt oder im Internet heruntergeladen werden.
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