"In diesem Kurs möchten wir pflegende Angehörige, Ehrenamtliche und vorsorgend Interessierte stärken für Aufgaben in der Betreuung pflegebedürftiger Menschen", so Gisela Kuttig von der AWO.
Mehr als 80 Prozent der Menschen, die sich mit physischen und psychischen Einschränkungen im Alltag abfinden müssen, werden zu Hause gepflegt. Das bedeutet einen großen Einschnitt in der persönlichen Lebensplanung der pflegebereiten Angehörigen und des gesamten persönlichen Umfeldes. "Die meisten Angehörigen stellen sich dieser moralischen Generationsverpflichtung in liebevoller Weise. Sie begeben sich allerdings damit auch in eine Lebens-Situation, die sie in vollem Umfang nicht vorher einsehen können", sagt Gisela Kuttig. Sie müssten sich mit Wesensveränderungen ihrer Angehörigen abfinden und pflegerische Hilfestellung leisten, die sie sich häufig selbst erarbeitet haben. Dazu gesellt sich nicht selten Einsamkeit durch die täglichen pflegerischen Anforderungen. Dauerhafte Präsenz in der häuslichen Umgebung des Pflegebedürftigen, Verlust freundschaftlicher Beziehungen, fehlende Zeit für Hobbys, Partnerschaft und Familie wird von der Pflege bestimmt. Gisela Kuttig: "Das ist weder vom Pflegebedürftigen so gewollt, noch kann es Ziel für den Pflegenden sein, sich selbst in der Pflegesituation zu vergessen."
Erkrankung durch permanente Überforderung sei dabei fast schon programmiert. Um solche unbefriedigenden Situationen in der Pflege zu vermeiden oder zumindest zu begrenzen, bietet die AWO-Service Tagespflege in Verbindung mit der Gesundheitskasse DAK diesen Pflegekurs an.
An zehn Abenden wird Theorie und Praxis geben. Zu den Themen gehören beispielsweise: Kommunikation, Krankenpflege, Krankenbeobachtung. Fachleute aus Vlotho und Herford unterstützen.
Der kostenlose Kurs beginnt am 7. September um 19 Uhr in der AWO-Service Tagespflege, Benedikt-Waldeck-Straße 6. Anmeldungen ab sofort unter der Nummer (0 57 33) 96 10 35.


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