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22.08.2011
Rettungsaktion aus erster Reihe verfolgt
"Schwimmer in Not": DRK Vlotho und DLRG Vlotho und Herford stellen auf Familienfreizeitplatz Borlefzen Arbeit vor
VON DORIS CHRISTOPH

Vlotho-Uffeln (dc). Schaulustige hoch willkommen: Ein Schwimmer bekommt im Badesee des Familienfreizeitplatzes Borlefzen einen Krampf und wird vor den Augen von Dutzenden Zuschauern geborgen. Der Blick über die Schultern der Rettungskräfte war am vergangenen Samstag ausnahmsweise Zweck der Übung.

Interessiert gucken sich die Besucher des Familienfreizeitplatzes eine gemeinsame Rettungsübung des DRK und der DLRG an.

Die Aktion wurde von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Herford und Vlotho und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Vlotho auf die Beine gestellt. Die Rettungskäfte, die regelmäßig auf dem Gelände Wache schieben, wollten so ihre Arbeit den Besuchern des Familienfreizeitplatzes vorstellen und legten sich dafür mächtig ins Zeug.

Während die nichts ahnenden Besucher sich am Badestrand vergnügten, stieg ein paar hundert Meter weiter Dominik Traeder in das 18 Grad kalte Wasser. Er gehörte zum DLRG-Team und simulierte in der Mitte des Badesees einen Krampf. Mit den Armen wild winkend und Hilfe rufend, drohte Traeger bald "abzusaufen". Vom Strand aus beobachtete eine Streife das Geschehen und alarmierte die Einsatzleiter: von der DLRG Michael Traeder und vom DRK Andreas Prüßmeier. Zusammen mit Alexander Krüger und Kevin Engelking sauste Traeder auf dem Motorboot zur Unfallstelle und hievte den "Bewusstlosen" an Bord. In der Zwischenzeit erreichten mit Blaulicht und Martinshorn die Helfer vom DRK die Wiese am Badestrand. Während einige zum Ufer eilten, um den entgegenkommenden DLRGlern bei der Erstversorgung des Opfers zu helfen, bauten die anderen DRKler die Ausstattung auf sowie mit Hilfe eines Kompressors ein 30 Quadratmeter großes Versorgungszelt - in knapp zwei Minuten.

Bei der simulierten Übung holen DLRGler aus Vlotho einen Schwimmer aus dem Badesee und bringen ihn an Land. Fotos: Doris Christoph

Unter den Augen der zahlreichen Interessierten wurden bei "Opfer" Dominik Traeder die Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet. Dem Opfer fiel es bei den teilweise lustigen Kommentaren der Zuschauer schwer, nicht loszulachen. Ins DRK-Zelt gebracht, durfte er dann aber auch wieder absteigen von der Trage.


"Es ist super gelaufen. Wir hatten ihn schon sehr früh im Boot liegen und konnten mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen", zeigte sich Michael Traeder zufrieden über die Rettung seines Sohnes. Zum Glück sei es hier noch nicht zu solchen Einsätzen kommen. Auch die Besucher waren begeistert und fragten interessiert nach. "Ich finde das sehr lehrreich", meinte Urlauberin Eleonore König. "Ich bade eh nicht, aber jetzt weiß ich, was ich im Ernstfall machen muss."


Dokumenten Information
Copyright © Vlothoer Anzeiger 2012
Dokument erstellt am 21.08.2011 um 22:25:50 Uhr
Letzte Änderung am 21.08.2011 um 23:27:17 Uhr


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