Ehemaliges Gebäude des "Collegium Humanum" wird Erholungsheim / Baptisten-Brüdergemeinde plant Renovierung
Nach VA-Informationen wurden die Kaufverträge mit der Vlothoer Baptisten-Brüdergemeinde frisch unterzeichnet. Die interessierte sich bereits seit zwei Jahren für die Immobilie, will aus der einstigen Kaderschmiede für Rechte ein Erholungsheim machen (VA berichtete).
"Wir hoffen, dass uns die Behörden unterstützen. Die Stadt Vlotho hat auf unsere Planungen positiv reagiert. Wir möchten natürlich auch, dass der dunkle Fleck verschwindet", hatte Alexander Schulz von der Baptisten-Brüdergemeinde vor einigen Wochen gegenüber dem VA deutlich gemacht.
Offenbar ist der Kaufvertrag jetzt zustande gekommen, für eine Stellungnahme war Schulz allerdings gestern nicht zu erreichen. Auch eine Bestätigung aus dem Bundesverwaltungsamt blieb aus. Vorab aber war mitgeteilt worden, dass ein Vertragsentwurf vereinbart worden sei.
Annette Beaumart, Pressesprecherin aus dem Bundesverwaltungsamt, nannte gestern keine Einzelheiten, wollte die VA-Anfrage aber an die zuständigen Stellen weiterleiten. Allen Beteiligten war wichtig, dass das Gebäude nicht wieder durch Rechtsextreme vereinnahmt wird.
Die Aktivitäten der Protagonisten des ehemaligen "CH"-Vereins gehen unterdessen außerhalb Vlothos weiter. Im Seevetaler Verein Gedächtnisstätte soll die einstige "CH"-Vorsitzende Ursula Haverbeck-Wetzel laut Einladung am vorigen Wochenende in Guthmannshausen gesprochen haben. Ihr Thema: "Das Bundesverfassungsgericht vor schwerwiegenden Entscheidungen - die Vertragsbrüche der Bundesregierung." Der "Herrensitz auf dem ehemaligen Rittergut Guthmannshausen" ist laut der dem VA vorliegenden Einladung das neue Domizil des Vereins Gedächtnisstätte, der zuvor in Borna ansässig war.