Donnerstag, 23.02.2012
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28.09.2011
Exteraner Möbelfirma im Flammenmeer
Herforder Straße über Stunden gesperrt / Zeitweise Explosionsgefahr / Flugplatzfeuerwehr aus Bückeburg vor Ort
VON MICHAELA PODSCHUN

Vlotho-Exter (va). Großeinsatz in Exter: Die Möbelfabrik Nitsche an der Herforder Straße ist teilweise ein Raub der Flammen geworden. Etwa 250 Feuerwehrleute aus Vlotho und den Kreisen Herford, Lippe und Minden-Lübbecke waren gestern im Einsatz. Auch das Fahrzeug der Flugplatzfeuerwehr Bückeburg leistete wertvolle Hilfe im Kampf gegen die Flammen.

Beim Eintreffen der Wehr standen die Gebäude der Möbelfirma Nitsche im Vollbrand. Die Rauchwolke war weit zu sehen. VA-Fotos: Michaela Podschun

Verletzt wurde niemand, auch die umliegenden Wohnhäuser haben laut Feuerwehr keinen Schaden genommen. Zeitweilig bestand Explosionsgefahr: Das Lacklager, ein so genannter Späne-Bunker und ein großer Dieseltank mit einem Volumen von mehreren tausend Litern mussten gekühlt werden. Die Polizei sperrte den Bereich rund um die brennende Möbelfabrik großräumig ab. Und auch die Wehr hielt ihre Kräfte wegen dieser Gefahr zeitweise auf Abstand. Das Lacklager konnte nicht gehalten werden, es brannte ab.

Das Feuer war gegen 16 Uhr ausgebrochen. "Gemeldet wurde zunächst ein leichter Qualm an einer Maschine. Daraufhin rückten die Löschgruppe Exter und zwei Sonderfahrzeuge des Löschzuges Vlotho aus", berichtete Vlothos Wehrführer Torsten Sievering. Auf der Anfahrt nach Exter habe er aber schon eine dichte schwarze Rauchwolke gesehen und Vollalarm ausgelöst.

Wehren aus dem gesamten Kreisgebiet, aus Minden-Lübbecke und Lippe halfen in Exter. Zuletzt rückte ein Einsatzfahrzeug vom Flugplatz Bückeburg an. Den Einsatz leiteten Wolfgang Hackländer und Vlothos Wehrführer Torsten Sievering (Foto rechts).

Als die ersten Wehrleute eintrafen, stand die Firma bereits lichterloh in Flammen. Nach ersten Erkenntnissen soll die Brandursache die Wasserpumpe einer Lackmaschine gewesen sein. Sachverständige werden die Ermittlungen aufnehmen.

Immer wieder schlugen die Flammen aus dem Dach und den Fenstern, gleich mehrere Löschangriffe starteten die Einsatzkräfte. Die Rauchwolke stand wie eine Säule über den Firmenhallen und war kilometerweit zu sehen. Verkohlte Balken stürzten ein und fielen herab. Die Herforder Straße musste im Zuge der Löscharbeiten gesperrt werden. Auch die Autobahnauffahrten Herford-Ost und Exter wurden in Richtung Hannover dicht gemacht.

40 Feuerwehr-Fahrzeuge rollten an, darunter sechs große Tanklöschfahrzeuge mit jeweils 5000 Litern Fassungsvermögen. Die Wasserversorgung lief über den Hydranten an der Herforder Straße, über Hollwiesen und über die Herforder Stadtgrenze.

Großfeuer: Die alten Hallen der Möbelfirma waren nicht mehr zu retten.

"Teile der Firma konnten wir retten", atmeten die Einsatzkräfte gegen 18.30 Uhr auf. Wichtig war, das Wohnhaus sowie die neue Halle zu retten. "Und das ist uns gelungen", so Torsten Sievering während der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Für Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer sah es zeitweilig so aus, als würde der gesamte Unternehmens-Komplex ein Raub der Flammen werden. Nicht zu retten waren schließlich die alten Hallen. Für den Kreisbrandmeister war es gestern unerklärlich, wie schnell sich das Feuer ausbreiten konnte und eine derartige Dramatik entstand.

Nach heutigen Auflagen beim Brandschutz könne eine solche Feuer-Ausbreitung nicht passieren. "Man muss allerdings bedenken, dass alte Gebäude auch Bestandsschutz haben. Der Firma ist kein Vorwurf zu machen", so Hackländer. Nach einer ersten Einschätzung sei die Brandwand nicht dicht gewesen, eventuell soll die Brandschutztür offen gestanden haben, wodurch das Feuer sich sehr schnell hätte ausbreiten können.


Bürgermeister Bernd Stute, der früh am Einsatzort war, dankte allen Kräften. Wolfgang Hackländer betonte, dass am gesamten Einsatz nichts bemängelt werden könne. Zu etwaigen Vorwürfen und auch Handgreiflichkeiten gegenüber Einsatzkräften gab es gestern Abend keine Stellungnahme. Für heute ist ein weiteres Pressegespräch im Rathaus Vlotho geplant.

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Dokumenten Information
Copyright © Vlothoer Anzeiger 2012
Dokument erstellt am 27.09.2011 um 22:25:53 Uhr
Letzte Änderung am 28.09.2011 um 01:35:26 Uhr


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