AKU ruft zur Teilnahme am 11. Februar auf
Bald schon ist ein Jahr vergangen, seitdem es in Japan das verheerende Erdbeben mit Tsunami und Atomkatastrophe gab. Für Samstag, 11. Februar, ruft die japanische Anti-AKW-Bewegung zu Großprotesten in Tokio und an mehreren AKW-Standorten auf. Ganz bewusst finden diese Proteste nicht am 11. März, sondern vier Wochen vorher statt, denn im März wird die Trauer um die Opfer des Tsunamis im Mittelpunkt stehen und nicht die Atompolitik.
Der Arbeitskreis Umweltschutz Vlotho (AKU) ruft nun dazu auf, auch in Vlotho am 11. Februar mit einer Mahnwache die Verbundenheit mit den Protesten in Japan herzustellen: ab 11 Uhr am Roseneck.
Sprecherin Ulrike Heusinger von Waldegge: "Denn obwohl der Gau schon längst aus den Schlagzeilen verschwunden ist, ist die Katastrophe noch lange nicht ausgestanden. Kurz vor Jahreswechsel verkündete die japanische Regierung den sogenannten "cold shutdown" aller drei Havariemeiler: Die Temperatur im Innern liege nun unter 100 Grad.
Tatsächlich habe sich laut Fachleuten die heiße Uranmasse jedoch durch die dicken Stahlwände der Druckbehälter in den Betonboden geschmolzen. "In welchem Zustand sie sich befindet, weiß niemand", so Heusinger von Waldegge, und: "Noch immer tritt Radioaktivität aus. Und die Gefahr einer neu startenden Kettenreaktion ist noch lange nicht gebannt."
Und trotz teilweisen Atomausstiegs in Deutschland würden in neun Atomkraftwerken weiterhin tagtäglich radioaktive Abfälle produziert. Neben der Sicherheitsfrage dieser Anlagen wisse niemand, wie und wo dieser Atommüll sicher gelagert werden könne.
Außerdem lädt der Arbeitskreis Umweltschutz wieder zu seinem allmonatlichen Stammtisch, jeweils am zweiten Mittwoch im Monat, ein - im Februar also am Mittwoch, 8. Februar, um 19 Uhr Cafe Solero an der Langen Straße 94.