Donnerstag, 17.05.2012
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03.02.2012
Antrag für die Sekundarschule genehmigt
Schulamt: "Wir sind sehr froh" / Anmeldeverfahren startet / 50 Städte führen Schulform ein

Vlotho (va/ela). Grünes Licht für die neue Weser-Sekundarschule: Der Antrag aus Vlotho wurde geprüft, die neue Schulform kann an den Start gehen.

Gemeinsam lernen in den Anfangsklassen. Die neue Sekundarschule bereitet auf Hochschule und Ausbildung vor.
Foto: VA-Archiv

Das teilte das Ministerium für Schule und Weiterbildung gestern mit. Von den 51 Anträgen für die Errichtung einer Sekundarschule zum kommenden Schuljahr, die bis Ende 2011 bei den Bezirksregierungen eingegangen waren, hat das Schulministerium 50 Anträge durchgewunken, darunter die Weserstadt.

Die Stadt Vlotho hatte sich vorab optimistisch gezeigt, dass die neue Weser-Sekundarschule genehmigt werden würde. "Wir freuen uns sehr. Wir haben aber auch mit nichts Anderem gerechnet", sagt Angelika Germ-Wilkiewicz vom Vlothoer Schulamt. Das Anmeldeverfahren startet in der nächsten Woche, und zwar am Samstag, 11. Februar.

Genehmigungsbehörde sind laut Schulgesetz die Bezirksregierungen. Schulministerin Sylvia Löhrmann: "Die Kommunen haben jetzt rechtzeitig vor Beginn des Anmeldeverfahrens für die weiterführenden Schulen Mitte Februar Planungssicherheit. Die große Zahl der Anträge zeigt, wie überfällig der Schulkonsens von SPD, CDU und Grünen war. Er hat den Weg bereitet für eine zukunftsfeste Schulentwicklung vor Ort. Jetzt sind die Eltern am Zug."

Die Genehmigungen sind unter der Voraussetzung erteilt, dass im Anmeldeverfahren genügend Schülerinnen und Schüler für die Gründung einer Sekundarschule angemeldet werden. Für die Errichtung sind mindestens drei Parallelklassen mit 25 Schülerinnen und Schülern pro Klasse erforderlich, also mindestens 75 Kinder insgesamt. Auch die genehmigte Zügigkeit hängt von den tatsächlichen Anmeldezahlen ab. Die Genehmigungsbescheide werden in den nächsten Tagen von den Bezirksregierungen versandt. Ein Antrag aus der Kommune Altenbeken konnte noch nicht abschließend bearbeitet werden, weil bestimmte Bedingungen noch nicht erfüllt sind.

Nach dem Schulkonsens im Juli 2011 hatte der Landtag im Oktober mit dem neuen Schulgesetz die Grundlage für die Sekundarschule geschaffen. Sie ist seitdem als zusätzliche Regelschulform in NRW verankert. Die Sekundarschule umfasst die Jahrgänge fünf bis zehn und bereitet Schülerinnen und Schüler sowohl auf die berufliche Ausbildung als auch auf die Hochschulreife vor. In der Sekundarschule lernen die Kinder und Jugendlichen mindestens in den Klassen fünf und sechs gemeinsam.

Keine eigene Oberstufe

Ab dem siebten Jahrgang kann der Unterricht auf der Grundlage eines Beschlusses des Schulträgers weiterhin integriert, teilintegriert (mit Fachleistungsdifferenzierung in einzelnen Fächern) oder in mindestens zwei getrennten Bildungsgängen (kooperativ) erfolgen. Die Sekundarschule verfügt über keine eigene Oberstufe, sie geht aber mindestens eine verbindliche Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule, eines Berufskollegs oder einer Gemeinschaftsschule mit eigener Oberstufe ein. Damit ist sichergestellt, dass Eltern bei der Anmeldung genau wissen, wo ihr Kind - entsprechende Leistungen vorausgesetzt - das Abitur machen kann. In Vlotho kooperiert das Weser-Gymnasium mit der Sekundarschule.

Die genehmigten Anträge zur Gründung von Sekundarschulen kommen im Rgeierungsbezirk Detmold aus den Kommunen: Vlotho, Extertal/Barntrup/Dörentrup, Oerlinghausen, Lübbecke, Preußisch-Oldendorf, Borchen und Lichtenau.

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Copyright © Vlothoer Anzeiger 2012
Dokument erstellt am 02.02.2012 um 21:15:13 Uhr


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