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25.11.2012
VLOTHO
Viel Platz für Kutschwagen und Sitzgarnituren
Mitglieder des Mühlenvereins verschalen Remise / Sibirische Lärche sehr witterungsbeständig
VON JÖRG PODSCHUN

Vlotho-Exter (va). Die Tischkreissäge ist schon durch den Nebel zu hören: Arbeitseinsatz für den Mühlenverein. Die Mitglieder sind am Samstagmorgen wieder aktiv. Der zweite Bauabschnitt zur Vollendung der Remise beginnt. 

Mit Elan bei der Arbeit (v.l.): Jörg Podschun, Jochen Zülka, Ulrich Sturhahn, Wolfgang Klughardt und Werner Sturhahn vor der neuen Remise. | Fotos: Jörg Podschun

Nachdem Firma Althof aus Bad Salzuflen die Aufstellarbeiten beendet und auch das Dach eingedeckt hat, sind nun die Vereinsmitglieder gefragt. Sie werden in Eigenleistung das neue Wirtschaftsgebäude ausbauen.

 "An diesem Wochenende findet der erste Arbeitseinsatz für uns statt", so Ulrich Sturhahn, erster Vorsitzender des Mühlenvereins. "Wir werden die Seitenverschalung der Außenwände heute beginnen".

Das Holz liegt bereit, sibierische Lärche wurde ausgewählt, weil es hart und dauerhaft ist. Es wird gerne für Gartenzäune, Holzfassaden und Terrassenböden verwendet. Das Holz ist aufgrund des hohen Harzgehaltes sehr witterungsbeständig.

Deckelverschalung bietet schöne Optik

Als Verschalungsart wurde die aus senkrechten Profilen bestehende Deckelverschalung gewählt, weil diese eine schönere Optik biete, so der Vorsitzende. Die Remise soll, so Sturhahn, sowohl als Unterstellplatz für die vorhandenen Ernte- und Kutschwagen, sowie als Abstellraum für die Gerätschaften und Sitzplatzgarnituren dienen.

Oberhalb des Abstellraumes wird noch ein Lagerboden ausgebaut, wo weniger häufig benutzte Gegenstände eingelagert werden sollen.

Die Remise bleibt vorne offen, sodass ein heller Platz entsteht, wo sich bei den Mühlenfesten die Besucher auch vor Regen geschützt aufhalten können, erklärte der Vorsitzende.

Unter der Leitung von Wolfgang Klughardt, der auch schon den Backofen erdacht und gebaut hat, sind drei Teams im Einsatz. Während eine Gruppe die Bretter passend auf Maß gesägt hat, haben die Anderen mit der Nagelpistole bereits das Verschalen begonnen.

Schnell kommen die Trupps voran. Die erste der drei Wände ist gegen Mittag fertig, 40 Bretter sind schnell angetackert. Doch die Vorderseite hat es in sich: Mehrmals muß die Leiter rauf und runter geklettert werden, bis die Bretter richtig eingepasst sind.

Der Nebel, der über Exter liegt, erschwert die Arbeiten nicht wirklich. Am Montag geht es Schlag auf Schlag weiter: Firma Vollmer aus Vlotho setzt die Rasenkante und gießt anschließend den Betonboden. Bis zum Frühjahr soll die Remise stehen.

Damit nicht genug: ein Mehrzweckgebäude ist geplant

Doch damit nicht genug: Im Frühling soll der dritte Bauabschnitt, der Bau eines Mehrzweckgebäudes, beginnen. Die Landschaftsarchitekten "Hanke + Welscher" aus Minden haben in Absprache mit dem Landschaftsbeirat schon einen Bebauungsplan erstellt, der den Charakter eines Dorfes wiederspiegeln soll. 


Das neue Gebäude wird im Fachwerkstil errichtet und ganz auf Barrierefreiheit ausgelegt sein. "Es sind rollstuhlgerechte Toiletten geplant sowie ein Aufenthaltsraum und eine Küche", blickt Ulrich Sturhahn voraus.

Die Späne fliegen: Jochen Zülka und Wolfgang Klughardt (r.) sägen die Bretter auf die richtige Länge.

Die Suche nach einem passenden Fachwerk habe ein Jahr in Anspruch genommen, mehr als zehn Objekte in ganz OWL und dem Münsterland wurden begutachtet. Doch die meisten kamen aus architektonischer Sicht nicht in Frage, da sie einfach zu groß waren. Historische Fachwerkhäuser sind circa zehn Meter hoch, das sei einfach einfach zu viel, berichtet Ulrich Sturhahn.

Da aber der Landschaftsbeirat Wert auf ein Fachwerk gelegt habe, wurde weiter gesucht. Durch einen Tipp kam der Verein auf ein Fachwerk aus Detmold. "Der Eigentümer hat sich als Altersruhesitz ein Winkelbungalow bauen wollen, doch diesen nie beendet. Das Fachwerk entspricht genau unseren Vorstellungen", so der erste Vorsitzende. Also wurde verhandelt und letztendlich auch gekauft.

Das Fachwerk liegt nun in einer Halle der Firma Althof, wo es überwintert. Bis zum Aufbau im nächsten jahr muss noch die Restfinanzierung erstellt werden. "Der Großteil der geplanten Summe steht schon, aber wir sind noch auf Spenden für den Rest angewiesen", betonte Ulrich Sturhahn.


Dokumenten Information
Copyright © Vlothoer Anzeiger 2014
Dokument erstellt am 25.11.2012 um 15:12:31 Uhr
Letzte Änderung am 26.11.2012 um 11:58:14 Uhr
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