Männer der HSG Vlotho-Uffeln leisten beim 15:30-Debakel sportlichen Offenbarungseid
Vier Punkte Rückstand hat das Liga-Schlusslicht nun auf den Rangvorletzten Oberlübbe III. Die Eintrachtler feierten gegen TuSpo Meißen einen etwas überraschenden 24:22-Erfolg.
"Arbeitsverweigerung wäre noch sehr geschönt", sagte Gunnar Schrader nach dem Auftritt seiner Mannschaft, der einem Offenbarungseid glich.
Völlig unverständlich ist dem etwas ratlos wirkenden HSG-Trainer, warum man nach einer Viertelstunde die Gegenwehr einstellte. "Zu diesem Zeitpunkt war beim Stande von 1:3 noch alles möglich. Ich weiß nicht, warum dann im weiteren Spielverlauf nichts mehr ging", sagt Schrader und ergänzt: "In der Halbzeitpause haben wir zwar bestimmte Dinge angesprochen. Doch ich habe mehr Fragezeichen in den Augen gesehen und weniger den Willen, wenigstens noch ein akzeptables Ergebnis zu erzielen."
Ganze drei Treffer erzielten die HSG-Spieler im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit und elf Tore bei 16 weiteren Gegentreffern waren ebenso keine Glanzleistung.
Ratlos wirkte auch Matthias Feldmann einen Tag nach dem Debakel in Holzhausen. "Ich kann mir auch nicht erklären, woran es gelegen hat. Im Training arbeiten wir vernünftig mit, bekommen im Spiel dann aber überhaupt nichts auf die Platte", sagt der Abstiegskampf erprobte Routinier.
Was sowohl Feldmann wie auch Schrader erstaunt ist dabei die Tatsache, dass man mittlerweile sogar frei stehend nicht mehr das Tor trifft. "Das zieht sich schon durch die letzten drei bis vier Spiele durch. So macht man sich gute Ansätze gleich wieder kaputt", sagt Schrader. Über den willenlosen Auftritt möchte Schrader, der die Aufstiegsmannschaft seit dieser Saison trainiert, deutliche Worte sprechen. "Als Trainer kann man während des Spiels nur Tipps geben. Tore werfen müssen sie schon selber."