Trainer Christopher Zygor schickte gleich nach dem Spiel seinem Mit-Trainer Torsten Brandt, der in seiner Funktion als Zweitliga-Schiedsrichter unterwegs war, verabredungsgemäß eine SMS, um das Ergebnis mitzuteilen. Brandt allerdings war so erstaunt, dass er Zygor dennoch anrief, weil er die Höhe der Niederlage nicht glauben wollte.
"Solche Niederlagen passieren schon mal, das sollte man nicht überbewerten. Sprechen werden wir im Training dennoch darüber", sagt Zygor.
Erst nach fünf Minuten gelang den Vlothoern, die auf Jan Körner und Dominik Thieme verzichten mussten, das erste Tor. Vier weitere Treffer folgten im Laufe der ersten Halbzeit, wobei zwei Treffer durch Siebenmeter fielen. "Drei Erfolge aus dem Feld heraus sind natürlich viel zu wenig", berichtet Zygor, der nur kurz nach dem Seitenwechsel ein vages Aufbäumen bei seinen Schützlingen erkannte.
Zehn Minuten nach der Pause verkürzten die HSG-Youngster auf 10:17 und hatten anschließend zwei weitere Chancen, noch näher heranzukommen. "Danach war das Spiel natürlich gelaufen", sagt der HSG-Trainer zum weiteren Verlauf.
An der Stärke des Gegners hat es seiner Meinung nach aber nicht gelegen. "Lemgo hat ansehnlichen Handball gespielt, den wir auch bieten können. Allerdings haben wir aus unmöglichen Positionen geworfen und in der Abwehr phasenweise nicht richtig zugepackt", so Zygor weiter.
An der Zielsetzung für den weiteren Saisonverlauf ändert sich trotz der jüngsten Schlappe nichts. "Platz fünf ist zwar im Moment in weiter Ferne. Doch wenn wir wieder den Schalter umlegen können, ist das immer noch möglich für uns."