Damit ist natürlich klar: Im treffend betitelten "Bob Came In Pieces" geht es um das Wiederflottmachen des kleinen Sternenkreuzers. Zu diesem Zweck sind die über den ganzen Planeten verstreuten Komponenten ausfindig zu machen und zu verbauen. Praktischerweise, wenngleich inhaltlich nicht direkt überzeugend, stehen überall Stationen zum fröhlichen Raumschiff(um)bau bereit. Die so erstellten Konfigurationen können unabhängig vom Spielfortschritt gesichert und geladen werden.
Das relativ freie Werkeln macht dann auch das Besondere an "Bob" aus. Zur Bewältigung physik-basierter Rätsel - vor allem das zweidimensionale Verschieben und Versetzen von Hindernissen - bedarf es nämlich häufig einer Spezialanfertigung. Der Traktorstrahl oder die Raketenantriebe verschiedener Stärken müssen dazu in bestimmten Winkeln und Abständen eingebaut werden. Dabei sollte man tunlichst nicht vergessen, dass eine ungleichmäßige Verteilung der Bauteile den Schwerpunkt des Schiffs ungünstig verlagern kann.
Viel Mühe hat sich Entwickler "Ludosity" mit der grafischen Gestaltung gegeben, wie Lichtreflexe an den Wänden und humorvolle Details (zum Beispiel ein offenbar tiefgefrorenes sowjetisches U-Boot im Hintergrund der Schneewelt) zeigen.
"Bob" leidet allerdings an dem genetisch bedingten Defekt vieler Spiele, die auf realistische Auswirkungen der Schwerkraft achten: es gibt etliche hakelige Stellen. In seltenen Fällen verkanten sich Objekte und das Raumschiff selbst sogar derart, dass es weder vor noch zurückgeht. Hier hilft dann immerhin die Entertaste, die Bob umgehend zur letzten aktivierten Werkstatt zurückbefördert. (keine Altersbeschränkung, etwa 7 Euro). va
http://ludosity.com/games/bob-came-in-pieces