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09.02.2010
Fünf junge Musiker mit Ambitionen
Vlothoer Band "As Roses Bleed" ist stolz auf ihre Frontfrau / "Wo wir sind, steht kein Fuß still"
VON ANN CHRISTIN KEUNE

Vlotho (ack). Harte Riffs und melodischer Gesang: Das ist die Welt von "As Roses Bleed". Die fünf Musiker sind zwar jung, aber an Erfahrung - und an Plänen - mangelt es ihnen nicht. Bereits zwei Mal waren sie Vorheizer für Bands wie das Vlothoer Urgestein "Hammerfest" auf der Freibadfete, verkauften Liveaufnahmen ihrer Konzerte und nahmen schon einige ihrer Lieder im Tonstudio auf.

Die Vlothoer Band "As Roses Bleed" sind (von links) Maike Wölfl, Patrick Wölfl, Dominik Puppe, Simon Isanovic und Sören Eversmeier. Foto: Ann Christin Keune.

"Spiel, Spaß und `ne Menge Stimmung" antwortet Gitarrist Patrick Wölfl grinsend auf die Frage, was die Konzerte von "As Roses Bleed" auszeichnet. Sören Eversmeier, ebenfalls an der Gitarre, erzählt von treibenden Beats, woraufhin Bassist Dominik Puppe darauf hinweist, dass es ja auch viele ruhige Zwischenspiele gebe. "Man kann immer schlecht beschreiben, wie der eigene Musikstil heißt", erklärt Sängerin Maike Wölfl. Am ehesten treffe wohl der Begriff "Melodic Metal" zu. Doch genau festlegen will sich die Band nicht - da muss man schon zu einem der Konzerte kommen. Und dazu hatten Fans in den letzten Jahren eine ganze Menge Gelegenheiten.

Nach der Gründung von "As Roses Bleed" im Dezember 2006 dauerte es zwar noch ganze 18 Monate bis zum ersten großen Auftritt bei der Freibadfete 2008, seitdem jedoch war die Band auf vielen verschiedenen Bühnen in der Umgebung zu sehen. Unter anderem spielten sie bereits mehrmals in Bielefeld, Minden und Bad Oeynhausen.

Warum das so lange gedauert hat, kann Gründungsmitglied Patrick Wölfl erklären: "Uns war klar, dass wir nicht mit drei Liedern auftreten können". Die Möglichkeit, das Repertoire zunächst mit gecoverten Liedern aufzustocken, bestand in den Augen seiner Schwester Maike nie. "Wir wollten von Anfang an unseren individuellen Stil finden."

Bewährtes dreiköpfiges Kerngerüst der Band

Frontfrau Maike ist immer mit vollem Einsatz dabei - wie hier beim Freibadfest 2009. VA-Foto: Michaela Berbalk

Die Valdorferin, ebenfalls Gründungsmitglied, erinnert sich allerdings genau daran, was die Band sofort hatte: Einen Namen. ",As Roses Bleed´ war immer genau der Name, den ich für meine Band haben wollte. "Was sich in den letzten Jahren immer wieder verändert hat, ist die Besetzung der Band. Zum Kerngerüst mit den Vlothoern Sören Eversmeier und Patrick & Maike Wölfl, gesellten sich zuletzt Schlagzeuger Simon Isanovic aus Bielefeld und der 15-jährige Bassist Dominik Puppe aus Bad Oeynhausen. Was die Fünf verbindet, ist neben ihrer Liebe zur Musik auch langjährige Erfahrung mit ihren Instrumenten. Seit der frühen Jugend machen die Mitglieder der Band bereits Musik. Nesthäkchen Dominik begann sogar schon mit sechs Jahren, Gitarre zu spielen und stieg erst später auf den E-Bass um.

Was übrigens "As Roses Bleed" zu einer ungewöhnlichen Band ihren Genres macht, ist die Tatsache, dass der Gesang von einer Frau am Mikrofon kommt. Dass die vier Jungs darauf ordentlich stolz sind, beweist die Gruppe mit ihrer aktuellen Tour. Bei der "Female Fronted Metal Tour" spielen sie gemeinsam mit anderen Bands in verschiedenen Städten. "Eigentlich ist es ja viel verbreiteter, einen Frontmann zu haben. Die Tour dient unter anderem auch dazu, den Frauengesang in unserem Genre mehr zu etablieren", erklärt Patrick Wölfl.

Gemeinsam planen "As Roses Bleed" auch schon, wie ihre Karriere nach der Tour aussehen soll. Wichtig ist ihnen dabei, bald wieder ins Studio zu gehen. "Genug Songs haben wir, jetzt spielen wir noch einige Gigs und wenn wir dann wieder Zeit haben, geht´s ins Studio", freut sich Maike. Bezahlen wollen die Bandmitglieder die Aufnahmen über ihre Bandkasse und einige private Investitionen. "Immerhin", weiß Sören Eversmeier, "haben wir nach den letzten Studioaufnahmen ungefähr die Hälfte der Ausgaben durch CD-Verkäufe wieder bekommen".

Bereit für die größeren Festivals

Ihrer Zukunft blicken die jungen Musiker positiv entgegen: In den kommenden Jahren würden sie gern auch auf größeren Festivals in der Umgebung spielen. Und natürlich wären auch richtig große Konzerte vor tausenden von Menschen ganz nach ihrem Geschmack. Einige Bandmitglieder spielen sogar mit dem Gedanken, mit der Musik hauptberuflich weiter zu machen, wäre da nicht das Problem, dass man dafür entsprechend berühmt sein müsste. Für die meisten aus der Band ist jedoch klar, dass "As Roses Bleed" ein Hobby bleiben soll. Dass sie dieses Hobby allerdings mit einer ganzen Menge Ernsthaftigkeit angehen und gleichzeitig viel Spaß dabei haben, davon können sich die Vlothoer in den kommenden Monaten mehrfach überzeugen.

Erste Station auf der "Female Fronted Metal Tour" von "As Roses Bleed" ist am Samstag, 20. Februar, die Druckerei Bad Oeynhausen. Das Konzert startet um 20 Uhr. Am 19. März ist die Band dann im EKJZ Vlotho zu hören.

Dokumenten Information
Copyright © Vlothoer Anzeiger 2010
Dokument erstellt am 08.02.2010 um 22:25:06 Uhr
Letzte Änderung am 09.02.2010 um 03:33:01 Uhr

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