Donnerstag, 17.05.2012
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10.06.2010
Umstürzende Bäume und fliegende Pfannen
Windhose sorgt von der Brennhorster Straße bis zum Lavelsloher Weg für enorme Sachschäden / Niemand verletzt

Hille (mt). Plötzlich war die Hölle los: Eine ausgewachsene Windhose schlug gestern Nachmittag gegen 16 Uhr in Hille von der Brennhorster Straße bis zum Lavelsloher Weg eine Schneise der Verwüstung.

Verletzt wurde nach Auskunft der Polizei offenbar niemand, allerdings geht der Sachschaden in den sechsstelligen Bereich.

Ein Haus an der Straße Horstbohlen wurde von der Windhose - ein Augenzeuge sprach von einem trichterförmigen, etwa 100 Meter hohen Tornado, der alles mitgerissen habe - komplett abgedeckt, zahlreiche andere Dächer wurden mehr oder weniger stark beschädigt. Große und kleine Bäume knickten um wie Streichhölzer, Dachpfannen schepperten auf Höfe, Gegenstände flogen durch die Luft, eine Gartenhütte löste sich in ihre Bestandteile auf - besser hätte wohl kein Regisseur eine Wetterkatastrophe inszenieren können.

Vermögensberater Christoph Fox, der gerade bei Familie Möhle an der Brennhorster Straße am Küchentisch saß, beobachtete, wie sein Geländewagen unter dem großen Walnussbaum begraben wurde. "Einen Moment lang habe ich noch gehofft, doch dann krachte der Baum auf meinen Chevrolet."

Auf ihre Trampoline müssen die Kinder der Familien Möhle und Wittemeyer verzichten: Eins landete in einer Hecke, zwei andere hob der Wind hoch in die Luft. Dabei streifte ein Trampolin den First des Wohnhauses und landete unsanft auf einem entfernter liegenden Acker.

Karte

Am schlimmsten wütete der Sturm im Bereich Horstbohlen/Hainweg. Dort warf er nicht nur zahlreiche große Bäume um und beschädigte Dächer, sondern machte auch eine Familie obdachlos: Plötzlich hatte ihr Haus kein Dach mehr. Die drei Bewohner wurden nach Auskunft der Polizei durch das Ordnungsamt der Gemeinde Hille kurzfristig anderweitig untergebracht.

Für den ersten Zug der Feuerwehr mit den Löschgruppen Hille, Eickhorst und Nordhemmern hinterließ der Sturm viel Arbeit. Die Feuerwehrleute sowie Mitarbeiter des Bauhofs und Handwerker hatten alle Hände voll mit den Aufräumarbeiten zu tun. Die Einsatzleitung hatte Zugführer Volker Martin.

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Dokumenten Information
Copyright © Vlothoer Anzeiger 2012
Dokument erstellt am 09.06.2010 um 18:59:54 Uhr
Letzte Änderung am 10.06.2010 um 11:51:01 Uhr
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Kommentare
echt scheise =(

ich dachte sowas pasit nicht aber es ist in Hille passirt

Wollte nur mal mitteilen, daß die Schneise der Verwüstung nicht nur bis zum Lavelsloher Weg ging, sondern bis zum Holzhauser Damm. Ich habe den Trichter auf dem Weg nach Hause gesehen, dachte aber nicht, daß das bei uns ist. Zu Hause kam dann die böse Überraschung. Im Vergleich zu den Schäden in Horstbohlen ist der Schaden bei uns jedoch relativ gering (Scheunendach teilweise abgedeckt, Garten und Spielgeräte zerstört, Telefonüberlandleitung ebenfalls, bei den Nachbarn hat's den Pferdestall abgedeckt).
Aber gereicht hat es trotzdem.

Bei den meisten Definitionen wird Tornado auf Nordamerika bezogen und als Synonym für die Windhose bezeichnet. Und nur weil man den Tornado aus den USA kennt und der Windhose noch kein Blockbuster gewidmet wurde, ist Tornado keine Steigerungsform der Windhose. Finde ich.

Ihr seid Spezies, was ist den eine Windhose? Da kann man mal sehen, was heute in der Schule gelernt wird! Jetzt zitiere ich mal aus einem alten Schulbuch: "Ein Tornado (spanisch tornar "umkehren, wenden", Partizip tornado; tornear "wirbeln, drechseln"), auch Großtrombe, Wind- oder Wasserhose, in den USA umgangssprachlich auch Twister genannt, ist ein kleinräumiger Luftwirbel in der Erdatmosphäre, der eine annähernd senkrechte Drehachse aufweist und im Zusammenhang mit konvektiver Bewölkung (Cumulus und Cumulonimbus) steht, was dessen Unterschied zu Kleintromben (Staubteufeln) ausmacht. Der Wirbel erstreckt sich hierbei durchgehend vom Boden bis zur Wolkenuntergrenze. Die Benennungen Wind- und Wasserhose (engl.: Waterspout) bezeichnen im deutschen Sprachraum eine Großtrombe (Tornado im weiteren Sinne) über Land oder größeren Wasserflächen (Meer, große Binnenseen). Windhose ist dabei ein Synonym für einen Tornado im engeren Sinne, also über Land.

Ich habe mir grade die Kommentare von Alex und Dietz durchgelesen. Und ich bin der meinung, dass es auch ein Tornado war. Ich glaube einfach nur, dass die meisten das gar nicht war haben wollen und daher lieber von einer Windhose sprechen. Man verbindet es nicht so schnell mit Amerika und es hört sich nicht so bedrohlich an. Aber man muss der Wahrheit mal ins Auge blicken.



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